Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Ein freundſchaftliches Souper. 33

wobei er den Rauch ſeiner Cigarre in zierlichen Ringeln von ſich blies. Er ſchien ſich ganz behaglich zu fühlen, und nur Jemand, der ganz genau auf ihn Achtung gegeben hätte, würde bemerkt haben, daß ſich zuweilen ſeine Augen forſchend nach der Zimmeruhr richteten, deren Zeiger lang⸗ ſam, aber unaufhaltſam fortrückte. Jetzt dehnte er ſich gähnend und ſagte:„So ſo, Sie ſind Photograph, und ſollen ſehr ſchöne Arbeiten liefern. Ich habe das von einem Freunde gehört, deſſen Portrait Sie vor einigen Tagen gemacht.“

„Von einem Ihrer Freunde, gnädiger Herr?“ fragte zweifelnd der kleine Maler; doch ſogleich ſchien er ſich zu beſinnen und ſagte:„Ach! die beiden Herren.“

„Ja, es waren zwei meiner Bekannten. Sie hatten eine Ueberraſchung vor und dieſe iſt vollkommen gelungen. Wir haben viele Freude daran gehabt;— eigentlich war es eine Wette— und eben deshalb befahlen ſie auch zu ſchweigen und augenblicklich die Glasplatten zu ver⸗ nichten.“

„Das geſchah auch,“ verſetzte der kleine Maler, deſſen Blicke etwas ſtier geworden waren, indem er ſich mit der Hand auf die Bruſttaſche patſchte.

„Was mir leid thut,“ ſprach der Major, nachdem er getrunken und den langen Schnurrbart ſorgfältig abgetrock⸗ net,„ich hätte gerne eine Copie gehabt, namentlich war Hackländer. Der Augenblick des Glücks. II. 3