Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Zwölftes Kapitel.

die Ruhe und Verzweiflung ſeines Freundes, an deſſen Tiſche er ſaß, der ſein Brot mit ihm theilte.

Das wollen Sie alſo mit beſtem Willen für uns thun? fragte der Major.

Ich will es, entgegnete Herr Krimpf, und zuckte mit der rechten Hand über den Tiſch hin, ſie dem Major darreichend, der ſie mit einigem Widerſtreben ergriff.

Die kleine feine Hand des Malers war kalt und doch feucht von Schweiß.

So wären wir mit unſerem Geſchäft zu Ende, ſprach nun der Major mit einer erzwungenen Leichtigkeit, denn ihm grauste vor ſeinem Gegenüber, das es ſo leicht zu nehmen ſchien, Freunde und Hausgenoſſen zu verrathen. Trinken wir noch ein Glas, nehmen wir noch eine Ci⸗ garre. 3

Beides that Herr Krimpf; ja, er ſchien jetzt mit dem Bordeaux das Andenken an die eben erlebte Viertelſtunde hinabgeſchwemmt zu haben; ſeine Augen verloucg ihren dü⸗ ſtern Ausdruck und er blickte faſt luſtig im Zimmer umher; ſeine Finger umſpannten zuckend das Glas, welches augen⸗ blicklich wieder gefüllt worden war, ja ſeine gute Laune ſchien ſo weit wiedergekehrt zu ſein, daß er leiſe etwas vor ſich hinſummte, und zwar einen Refrain, den er in den letzten Tagen ſehr häufig von Herrn Heinrich Böhler ver⸗ nommen:Chantons, buvons, traleralera.

Der Major hatte ſich in ſeinen Stuhl zurückgelehnt,

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