Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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44 Zwölftes Kapitel.

ehrliches Gemüth, weshalb er ſich beeilte den kleinen Stock in das Haus zu tragen, um ihn dem Eigenthümer einhän⸗ digen zu laſſen. Dieſer ſchien aber ſeinen Verluſt im Augenblick bemerkt zu haben, er hatte, im Vertrauen geſagt, Herrn Krimpf durch die Glasthür belauſcht, und kam ihm ſchon auf der Thürſchwelle entgegen. Sie haben etwas liegen laſſen, ſagte der kleine Mann.

Tauſend Dank für Ihre Aufmerkſamkeit. Es wäre mir fatal geweſen, den Stock zu verlieren, nicht ſeines Werthes halber, ſondern weil ich ihn von einer theuren

Hand geſchenkt erhielt, Sie verſtehen mich wohl, wodurch ſo etwas unbezahlbar wird. j 1

Es iſt nicht der Rede werth dafür zu danken, meinte

Herr Krimpf,und mir nur angenehm, daß er nicht von einem Vorübergehenden mitgenommen wurde..

Der Andere ſchien den wieder erhaltenen Stock mit

Entzücken zu betrachten.Es liegt in der That für mich ein ſolcher Werth darin, daß ich nicht weiß, wie ich Ihnen dankbar ſein ſoll. Ja, Sie müſſen mir erlauben, Ihnen dafür erkenntlich zu ſein. 2 Herr Krimpf machte eine Bewegung, wie Jemand, der im Begriff iſt, mit einigem Befremden ein Geſchenk auszuſchlagen.O, ich bitte mich nicht mißzuverſtehen, ſagte der Fremde im verbindlichſten Tone.Meine Erkennt⸗ lichkeit ſollte darin beſtehen, Sie zu erſuchen, ein Glas Wein