Leuchtkäfer. 247 und ein Stockwerk tiefer anfangen, wo— Sie verſtehen mich— ſo darf Sie das nicht wundern. Ich habe vielleicht meine Gründe dabei.— Apropos,“ ſetzte er nach einem
augenblicklichen Stillſchweigen hinzu,„wenn ich Sie beſuche,
könnten Sie mir einen Gefallen thun. Es wäre mir in⸗ tereſſant, die Portraits jener beiden Herren zu ſehen, die ſich vor einigen Tagen, wie Sie mir erzählten, bei Ihnen
z photographiren ließen.“
„Was das anbelangt,“ ſagte faſt erſchrocken der Pho⸗ tograph,„ſo bin ich in der That troſtlos, Ihnen nicht dienen zu können. Sie werden mir beipflichten, daß ich Alles auf⸗ bieten muß, um den Wünſchen meiner Kundſchaft entgegen zu kommen. Nun hab' ich aber den beiden Herren nicht
4 nur verſprechen müſſen, keine weiteren Copien von den
Bildern zu machen, ſondern auch die Glasplatten nach dem
erſten guten Abzug augenblicklich abzuſchleifen. Ich bin in
der That unglücklich, Ihnen den kleinen Dienſt nicht leiſten zu können. Aber da ich mein Wort gab, muß ich's halten.“
Daß der Andere ärgerlich mit dem Fuße auftrat, und eine ſehr unmuthige Geberde machte, konnte der junge Mann nicht ſehen, da es völlig dunkel geworden war; auch zuckte Herr von Fernow ein paar Mal verdrießlich mit den
4 Achſeln, worauf er jedoch gelaſſen ſagte:„Allerdings, ſein
Wort muß man halten. Auch ändert das nichts in un⸗
ſerer Angelegenheit. Sie haben mir Ihr Vertrauen ge⸗ ſchenkt, ich werde es nicht mißbrauchen. Hier nehmen meine Karte, damit Sie auf alle Fälle wiſſen, mit w Sie es zu thun gehabt.“


