Teil eines Werkes 
56. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Wohl bin ich frei nun, wie der Falk'! 291

im Auftrage Anderer. Leider habe ich ſchon ein paar Herren aus der Geſellſchaft bemerkt, die zuweilen abſeits ſchleichen und ihm indirect einen Wink geben laſſen ich will nur nicht indiscret ſein.

Der Ober⸗Hofmarſchall hatte ſich gegen den Freiherrn von Schenk gewandt und ihn durch einen bezeichnenden Blick an ſeine Seite gerufen.Eilen Sie zur Frau Fürſtin⸗Mutter, mein lieber Baron, flüſterte er ihm zuSie finden Ihre Königliche Ho⸗ heit in der großen Allee, ſagen Sie ihr, es würde hier mit einer Rückſichtsloſigkeit auf das Bild geboten, die die.. nun, ſagen Sie ihr, was Sie gehört und geſehen haben, und ich ließe ſie um eine neue Limite bitten, wie weit ich im ſchlimmſten Falle gehen könne aber ich beſchwöre Sie, Baron, eilen Sie!

Nachdem hierauf der Kammerherr mit dem Anſtande eines Hofmannes langſamen Schrittes zum Saale hinausgegangen war, um ſich vor dem gemeinen Volke keine Blöße zu geben, ſchoß er, vor der Thür angekommen, wie ein Pfeil über die Treppen hinab und war ſo glücklich, den Wagen der Frau Fürſtin⸗Mutter an der bezeichneten Stelle dicht beim Schloſſe zu finden.

»Quel manque d'égards! ſagte die hohe Dame, nachdem ſie die Botſchaft Seiner Excellenz angehörtſollte man nicht glauben, unſer theurer Schwager Liebden mache ſich aus dem Grabe heraus noch das Vergnügen, uns dieſe Freundlichkeit zu erweiſen?

Darf ich Eure Königliche Hoheit um einen Befehl bitten? drängte der Kammerherr.

Sagen Sie meinem Ober⸗Hofmarſchall, wenn es nicht anders ſein könne, ſo ſolle er bis auf achtzigtauſend Thaler gehen ein horribler Preis doch kann und will ich das Bild einmal nicht laſſen es wäre mir zu ſchmerzlich! Sagen Sie ihm das und ſetzen Sie hinzu, ich verließe mich ganz auf ſeinen mir be⸗ kannten Aplomb und wäre ruhig!

Mit dieſer Botſchaft ſtürmte der Baron von Schenk ſeinen Weg zurück und behielt kaum Athem genug, dieſelbe in das Ohr Seiner Excellenz zu flüſtern.