290 Vierundfünfzigſtes Kapitel.
„Siebenunddreißigtauſend.“
„Und fünfhundert.“
„Achtunddreißigtauſend.“
„Wir müſſen der Sache ein Ende machen,“ ſprach nun der Ober⸗Hofmarſchall mit einer vor Aerger zitternden Stimme;„ich finde dieſes Ueberbieten von einer unbeſchreiblichen Rückſichtsloſigkeit.“
„Horrible, da man weiß, für wen Seine Excellenz das Bild kauft!“
„G'est un manque de dévouement impardonnable!“
„G'est une honte!“
„Auf Ehre, ſcheußlich— man ſollte dem Beamten einen Wink geben, daß er raſch zuſchlägt!“
„Das darf man nicht thun— es ſind zu viel Augen hier, die den Vorgang ſcharf beobachten!“
„Nicht zu gedenken jener beiden Schwarzröcke, die bald blaß, bald roth werden und von denen der eine ſchon einmal Miene machte, dem Verſteigerer in den Arm zu fallen, als er zuſchlagen wollte.“ 3
„Vierzigtauſend Thaler.“
Der Kunſthändler ihm gegenüber blickte rückwärts, und als er, wie es ſchien, aus dem Hintergrunde des Saales ein Zeichen er⸗ halten hatte, ſagte er:„Einundvierzigtauſend Thaler.“
„Und fünfhundert,“ klang es abermals aus dem Gedränge.
„Soll mich der Teufel holen,“ hörte man einen jungen Garde⸗ Officier einem anderen zuflüſtern,„daß mich jene Beſtie, die dort aus dem Hintergrunde beſtändig unſichtbar ihr ‚und fünfhundert⸗ ruft, noch mehr ärgert, als dieſer infame Kunſthändler!“
„Gewiß, es geht mir eben ſo— ſehen Sie nur Seine Excel⸗ lenz an, ſie iſt daran, ſich ernſtlich zu fachiren.“
„Es iſt aber auch eine noch niemals da geweſene Rückſichts⸗ loſigkeit!“
„Wer iſt denn dieſer Kunſthändler?“
„Irgend ein Herr Müller oder Maier, handelt aber natürlich
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