Teil eines Werkes 
56. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Ich bin Dir nah', Du ahnſt es nimmer! 33

Das Bild ſelbſt zu ſtellen, wie es Eure Königliche Hoheit heute Abend geſehen, das heißt, die Perſonen zuſammenzubringen und ſie ſich auf's Neue ankleiden zu laſſen.

Das iſt wahr!

Die Herren und Damen ſind wahrſcheinlich für ſämmtliche Tänze engagirt, und wollte man ſie zuſammenbringen, ſo gäbe es ein Gerede und Fragen, das Ihnen gewiß nicht angenehm wäre ich weiß mir mit Eurer Königlichen Hoheit Erlaubniß anders zu helfen, fuhr Rodenberg fort, da ihm der Fürſt kopfnickend zuhörte; ich werde die Decoration ſtellen und irgend eine paſſende Staffage dazu von Leuten, die ich gerade bei der Hand habe.

Schön ſchön, da ſehen wir auch gleich etwas Neues, ſagte der Fürſt, indem er ſich lächelnd die Hände riebich ver⸗ laſſe mich alſo ganz auf Sie.

Der junge Mann trat mit einer Verbeugung zurück und eilte nach dem großen Saale, wo ſich die Bühne befand und wo er vor⸗ ſichtiger Weiſe die Zimmerleute und Gehülfen des Theaters zurück⸗ behalten hatte, bis der Ball beendigt und ſämmtliche Lichter aus⸗ gelöſcht ſein würden.

Unterwegs hatte er noch ein paar zuverläſſige Lakaien mit⸗ genommen und beauftragte den Einen, in die Goldene Kanne zu gehen, dort nach dem Decorationsmaler Schlegel zu fragen und ihn unfehlbar mit ſich her zu bringen; dann ließ er langſam und allmählig, um kein Aufſehen zu erregen, den Vorhang ſchließen und die Verſatzſtücke herbeiholen, die er zur gewünſchten Decoration nothwendig hatte, und begab ſich hierauf in die rückwärts liegenden anſtoßenden Zimmer, welche man zur Garderobe für die Herren und Damen benutzt hatte.

Hier in dem halbdunkeln Raume auf einer Bank ſitzend, war es ihm alsdann ſehr angenehm, ſeinen Gedanken nachhangen zu können.

Waren dieſe Gedanken ernſter oder heiterer Natur? Waren es freundliche oder unfreundliche Bilder, die ihn umgaukelten? Weder das Eine noch das Andere. Während er da ſaß mit