Teil eines Werkes 
55. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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300 Vierundvierzigſtes Kapitel.

liche Art an jene glückliche Zeit erinnert, wo wir im ‚Reichsapfel wohnten, und wenn Du mir einen großen Gefallen thun willſt, ſo erzähle mir nachher beim Deſſert noch einmal die Geſchichte von der ſchönen Prinzeſſin, von Deiner Vorſtellung als Zwerg, womit Du Deine Künſtlerlaufbahn ſo glorreich begonnen haſt wir wollen überhaupt von jenen Tagen plaudern ich hatte ſo lange nicht Luſt und Gelegenheit, mir dieſelben wieder einmal lebendig in's Ge⸗ dächtniß zurückzurufen plaudern wir alſo jetzt davon, mein Junge.

Ja, das wollen wir, erwiederte Rafael mit einem ſo eigen⸗ thümlich weichen Tone und einem ſo auffallenden Hinſtarren nach der Thür, daß Rodenberg lachend fortfuhr:

Wenn es nicht gegen alle Ordnung wäre, ſo müßte ich glauben, Anton brächte jetzt ſchon die Gänſeleber⸗Paſtete, nach der Du ſo lüſtern biſt, denn Dein Geſicht iſt förmlich verklärt und Deine Augen leuchten.

Wozu ich meine Urſachen habe, ſagte der kleine Mann mit einer vor Rührung zitternden Stimmeach, Herr Rodenberg, Anton bringt dort eben etwas Beſſeres, als die Paſtete!

Nun, darauf bin ich neugierig, ſagte der Andere in ruhigem Tone, indem er langſam den Kopf gegen die Thür wandte, der er den Rücken zudrehte.

Um Alles in der Welt, ſehe ich recht, rief Rodenberg als⸗ dann aufſpringendbiſt Du es, Walter, oder iſt es Dein Geiſt?

Dieſes Mal bin ich es noch ſelber, gab derjenige, welcher ſoeben in's Zimmer getreten war, zur Antwort, wobei der eigen⸗ thümliche Ton ſeiner tiefen Stimme die Bewegung ſeines Herzens verrieth;wenn es aber wieder ſo lange dauert, bis wir uns be⸗

gegnen, ſo glaube ich ſchon, daß wir alsdann etwas Nebelhaftes an

uns haben.

Walter welche Freude!

Rodenberg mein guter Kerl!

Die beiden Freunde ſtürzten einander in die Arme und hielten

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