Teil eines Werkes 
55. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Ich werde nicht mit Dir, Du Süße, rechten! 289

hat man nicht in Ihre Hände gelegt; vielleicht darf ich mir erlauben, dies hiermit zu thun.

Der Fürſt nahm das Blatt aus Rodenberg's Hand; doch ſtatt hineinzublicken, ſchüttelte er unmuthig mit dem Kopfe und ſagte: Noch mehr? Ich meine, es wäre an den beiden erſten genug geweſen!

Und doch hat dieſe Fortſetzung ihren Nutzen denn Schiller's bekanntes Wort:

Aber wie ſoll man die Knechte loben,

Kommt doch das Aergerniß von oben! wendet ſie um und meint, wenn auch der Gebietende den beſten Willen hat, ſo iſt er doch nicht immer im Stande, ihn gegen klein⸗ liche Cabalen und eigennützige Abſichten durchzuſetzen: man entwirft in dieſer dritten Nummer das Bild einer Camarilla, ſo ausgezeichnet zuſammengeſtellt und ſo ſyſtematiſch im eigenen Intereſſe wirkend, wie das ſonſt wohl nur in Romanen oder in Schauſpielen vor⸗ kommt einer Camarilla, die wunderbar organiſirt iſt, wo ein Glied das andere ergänzt und wo alle geſchickt zuſammenwirken, um oft auf wirklich ſchamloſe Art zu intriguiren, zu protegiren und zu miniren und hier und da Jemanden, der ihnen hinderlich iſt, in die Luft zu ſprengen!

Sie brauchen da harte Ausdrücke!

Ich nicht, ſondern ich wiederhole nur, was jene verleumderiſchen Blätter ſagen, welche die Frechheit ſo weit treiben, die Behauptung aufzuſtellen, daß es Fürſten gebe, die durchaus keinen eigenen Willen hätten, oder vielmehr keinen eigenen Willen geltend machen könnten, und die es ſehr bequem fänden, ſich von ſolch' klugen Leuten leiten zu laſſen!

Das iſt ja ein Horreur ſo werde ich ja dargeſtellt wie eine Gliederpuppe, von unſichtbaren Händen gelenkt ſo ſpricht man mir die Kraft und Fähigkeit ab, mein Land ſelbſt zu regieren, ſo wären die eigentlichen Herrſcher desſelben...

Ein kluger Staatsrath, ein ehrgeiziger General, ein paar