Teil eines Werkes 
55. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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288 Dreiundvierzigſtes Kapitel.

daß jedoch Schlegel mit der Entſtehung dieſer Artikel in durchaus keinem Zuſammenhange ſteht, dafür glaube ich mich verbürgen zu können: Schlegel iſt durch und durch Künſtler, ein tüchtiger Künſtler, der ſich um das, was außer dieſer Künſtlerſphäre liegt, durchaus nicht bekümmert, dabei harmlos wie ein Kind, ohne eine Spur von Ironie oder Bosheit, all' jenem Treiben fremd, und dabei ein Mann, der Eure Königliche Hoheit aufrichtig verehrt, von dem ich bei meinem Ehrenworte nie etwas Anderes, als Worte der höchſten Anerkennung über Sie gehört habe!

Und doch iſt es ſo ich habe es aus zu guter Quelle.

O, ich kenne dieſe Quelle ſehr genau! erlaubte ſich der junge Mann in trockenem Tone zu ſagen.

Was beliebt?

Ich habe geſagt, ich kenne dieſe Quelle ſehr genau, aus der Eure Königliche Hoheit geſchöpft haben, das heißt, geſchöpft haben iſt nicht das richtige Wort, man könnte viel eher ſagen: eine Quelle, die Ihnen abſichtlich vor die Füße gelaufen iſt ſie entſprang in dem Herzen eines mir ſehr freundſchaftlich geſinnten Mannes, des Herrn Staatsraths von Stumpfenfels, was unverkennbar iſt, da das Waſſer in der Quelle ſo ganz genau das Spiegelbild jener Partei wiedergibt, die mich beſtändig anfeindet, wie das Eure König⸗ liche Hoheit ganz genau wiſſen!

Pah, dieſes Mal werden Sie ſich irren ich erhielt meine Mittheilung von anderer Seite.

Mir kann es im Grunde gleichgültig ſein, da die Wirkung die gleiche iſt, das Mißtrauen Euer Königlichen Hoheit gegen mich hervorgerufen zu haben; doch möchte ich nochmals ganz gehorſamſt bitten, mir einen Augenblick Einſicht in jene Blätter zu geſtatten ich möchte nur ſehen, ob ſie auch ganz vollſtändig in Eurer Kün g⸗ lichen Hoheit Hände gelangt ſind.

Da nehmen Sie, aber ich muß ſie wiedererhalten.

Gewiß ah, es iſt ſo, wie ich gedacht! Nummer drei dieſes Artikels, die Fortſetzung und Ergänzung dieſer beiden erſten,