Der Narrheit Reich iſt neu begründet!
lied. Auch unechte Orgelmänner, laſſen ſich an den Ecken der Straße Mitte derſelben eine Schaar von K und her wankend, unter anzüglich Schau tragen.
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Inhaber von Mordgeſchichten n ſehen, ſowie wir jetzt in der appesbauern bemerken, die, hin en Reden unerhörte Räuſche zur
„Zum zerum, zerum Zafferon,
Der Puckel en Papeer gedonn,
Zum zirrewiddewit, zum zirrewiddewit, um zerum, zerum Zafferon!“
ſchreien die Buben aus voller Kehle. Sie ziehen an uns vorüber, um vielleicht der Geſtalt eines mit ausgeſuchter Aermlichkeit geklei⸗ deten Bänkelſängers Platz zu machen, an deſſen fadenſcheinigem, blauen Schwalbenſchwanzfracke der eine Schooß fehlt, während ſeine viel zu kurze, bunt carrirte Hoſe Flecken in den auffallendſten Far⸗ ben zeigt; er hat eine Guitarre mit einem himmelblauen Bande um die Schultern gehängt, und während er ſich von der nachdrängen⸗ den Menge fortſchieben läßt, ſingt er in melancholiſchem Tone:
„Oh, do ſitz en Fleeg an der Wand, Fleeg an der Wand!“
Zuweilen bleibt er auch vor irgend einem ihm Begegnenden ſtehen, zieht demüthig ſeine Mütze und bitt
um ein Almoſen, wobei er verſichert, daß er ſeit ſechs Wochen keinen warmen Löf ß er nicht nur das jüngſte von zwanzig hungrigen Kindern ſei, ſondern obendrein noch ſeine Wittwe mit acht unverſorgten Würmern zu erhalten habe.
dem vielfarbigen Menſchen⸗
reich verzierten, mit vier und ſechs 3 nach ihrem Verſammlungsorte ziehen. So reiht ſich auf dem Wege,
den wir bis zum Neumarkte zurückzulegen haben, ein buntes Bild
an das andere; überall Luſt


