Teil eines Werkes 
54. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Wir ſitzen ſo fröhlich beiſammen!

Der Herbſt hatte ſich aus einem ältlichen, heiteren, zierlichen, geputzten, fruchtſpendenden, Näſcherei verſchenkenden, behaglichen Junggeſellen, aus einem Lebemanne, welcher gern mit vollen Hän⸗ den ausſtreut, was gut und theuer iſt, welcher ſelbſt dann noch herzlich zu lachen pflegt, wenn man ihn auf verwelkte Blätter auf⸗ merkſam macht, der trotzdem, daß ſein Haar ſchon bedeutend anfängt, zu ergrauen, doch gern mit jungen, hübſchen Mädchen ſchäkert, lockeren Buſentüchern gefährlich wird mit ſeinen indisereten Windſtößen, der beſonders mit dem reichlich niedergeſtreuten Thau eine wahre Perfidie treibt und junge Damen, welche an einem ſchönen herbſtlichen Morgen durch das Gras ſchreiten, nöthigt, von ihren weißen Strümpfen mehr ſehen zu laſſen, als gerade ihre Ab⸗ ſicht war, ja, der Herbſt, jener ſchlimme Geſelle, jener Verführer von Alt und Jung, mit ſeinem ſüßen Moſt und ſeinem brauſen⸗ den, jungen Weine, den er, luſtig tänzelnd, mit einem anakreon⸗ tiſchen Lächeln auf den grell geſchminkten Wangen, in blinkender Schale, mit den letzten Roſen bekränzt, ältlichen Damen und be⸗ jahrten Herren credenzt oder auch jungen Mädchen zur Zeit der Weinleſe, daß ſie ſchelmiſch lächelnd, mit allerliebſt geröthetem Ge⸗ ſichte die friſchen, weißen Zähne zeigen und das Grübchen im Kinn

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