Die Sonne ſinkt, ihr letzter Schein zergeht. 3⁵
— es war heute zum erſten Male, daß ſie ſeinen Namen ſo ohne ohne alles Weitere ausſprach.
„O Conchitta, meine geliebte Conchitta, haben Sie Mitleid mit mir!“ 3
Das junge Mädchen zuckte ſchauernd zuſammen und wandte ſich ſo raſch von ihm ab, daß ihre Hand aus ſeinem Arme glitt.
„Conchitta.“
Sie ſtand einen Augenblick wie unentſchloſſen da, ja, als wollte ſie ſich gegen ihn wenden, doch nur eine Secunde, als ſie, aufſchauend, ihre Schweſter gewahrte, welche zurückgekommen war, um nach ihr zu ſehen.
„Ah, Merced,“ rief ſie in einem bebenden Tone—„komm, laß uns von Herrn Olfers Abſchied nehmen, der ſo freundlich war, mich bis hieher zu geleiten!“
Worin der Abſchied beſtand, den die beiden Schweſtern von ihm nahmen, wußte er ſpäter nicht mehr ganz genau; war es doch ſo dunkel geworden in ſeinem Innern wie in der Natur, nur der glänzende Himmel ſtand noch vor ihm in all' ſeiner Pracht, und während der Stern ſeiner Hoffnung untergegangen war, ſtrahlte jener Siern am nächtlichen Himmel immer noch in unveränderter Klarheit.
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