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Die Sonne ſinkt, ihr letzter Schein zergeht. 31
mich luſtig machen, Sie ſahen, wie ſehr mich dieſe Sache angriff, und Sie trieben Ihren Scherz weiter, als Sie vieleeicht ſelbſt gewollt!“
„Man ſcherzt nicht mit ſo ernſten Dingen.“
„Gewiß nicht, oder man geſteht es gleich darauf, und nicht wahr, Sie geſtehen mir, daß Sie geſcherzt haben? Sie ſahen mich verdrießlich, traurig— ich erwähnte dieſes lächerlichen Gerüchtes in unverantwortlicher Heftigkeit, und um mich zu erheitern, zu zerſtreuen, gaben Sie mir jene beiſtimmende Antwort— gewiß nur deßhalb, Conchitta?“ fuhr er in einem leidenſchaftlichen, vor tiefer Wehmuth zitternden Tone fort.„Sie wollten mich durch dieſen Scherz erheitern, denn Sie wußten ganz genau, wie ernſt, wie traurig mich die letzten Erlebniſſe geſtimmt, Sie wußten, was mich betroffen — mein Haus iſt verödet!“
Das junge Mädchen zuckte zuſammen und wandte ſich zu raſcherem Gehen; doch legte er ſanft ihren Arm in den ſeinigen, und ſo mußte ſie ihre Schritte mäßigen.
„Sie wußten, was mich betroffen?“ wiederholte er ſeine Frage, „und Sie werden es begreiflich finden, daß ich es vorzog, hier in der ſchönen Natur zu leben, als bei mir, mich vergeblich umſchauend, durch die leeren Zimmer zu ſchreiten— ich bitte Sie um Alles, was werth und heilig, beantworten Sie mir meine Frage: Sie wußten, was mich betroffen?“
„Ja, ich wußte es— o, es iſt fürchterlich, daß es dahin kommen mußte! Könnten Sie in mein Herz ſehen, Herr Olfers, o, könnten Sie es mit mir fühlen, wie tief ich dieſes entſetzliche Ereigniß beklage!“
„A— a— a-—ah! Auch Sie finden, wie dieſes Ereigniß ſo beklagenswerth für mich, für mein Kind, für mein Haus, für meine Zukunft ſei?“
„Und für Alle, die es gut mit Ihnen meinen; Sie werden doch nicht daran zweifeln, daß ich zu dieſen gehöre?“
——x E ——.—.
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