Teil eines Werkes 
53. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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248 Zweiundzwanzigſtes Kapitel.

ich in der Fleiſchſuppe delicate Klöschen bemerke, ſowie auch Krebs⸗ ſchwänze, ſo bin ich ſehr für Unparteilichkeit.

Alſo Knorx.

Ja Knorx, vorwärts ans Werk!

Der lange Bildhauer erhob ſich mit ernſter Miene, zeigte ſein Haupt nach allen Richtungen hin und ſagte mit dem eigenthümlichen dumpfen Tone ſeiner Stimme:Ich will das Geſchäft übernehmen, doch unter Einer Bedingung.

Laß hören, Knorx.

Ihr müßt vorher Euer Tiſchgebet ſprechen; anders thue ich es nicht.

O o o ob!*

Knorx hat Recht, ſagte Walter nach einer Pauſe;Ihr Burſchen ſollt Eure Dankbarkeit dafür beweiſen, daß Ihr'mal was Gutes zu eſſen bekommt aber da leider die Wenigſten von Euch noch etwas von einem Tiſchgebete wiſſen werden, ſo ſoll Knorx es für uns beſorgen, aber ich verlange, daß Ihr mit An⸗ ſtand zuhört.

Darauf erhob ſich der lange Bildhauer langſam und feierlich und blickte an den blauen Himmel empor, während er, die Hände faltend, ein kurzes Gebet mehr für ſich wie für die Andern murmelte.

So, ſagte Walter, indem er ziemlich herausfordernd rings um ſich her ſchautehat Euch das was geſchadet oder wird Euch die Suppe weniger gut ſchmecken?

Im Gegentheil Knorx hatte Recht, uns dazu anzuhalten.

Und wir hatten Recht, Knorx zu überreden, daß er die Suppe vertheile ſeht, er macht das mit einer wunderbaren Genauigkeit.

Ich hätte es auch ſchön gemacht, meinte Rüding zu einem jüngeren Maler, der neben ihm ſaß und bei dem er ſich ſchon erlauben konnte, hinzuzuſetzen, daß man es ihm nie erlaſſe, in den vornehmen Häuſern, wo er häufig eingeladen ſei, die Suppe vor⸗