Teil eines Werkes 
53. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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16 Zwölftes Kapitel.

Worten des Anderen geglaubt. Er hatte in dieſem Momente, während er ſeine Blicke von der Fahnenburg herabgleiten ließ, an jenes wunderbare Zuſammentreffen vor einigen Tagen gedacht, an das Verſprechen, welches ſie ihm halb und halb gegeben, ihn wieder⸗ zuſehen, an den Blick von heute Morgen, als er an ihren Fenſtern vorbeigeritten. Er ſchaute forſchend durch den Wald hin⸗ auf gegen die Landſtraße, wo die Wagen der Zuſchauer ſtanden, wo ſich dieſe ſo wie die Reiter und Fußgänger einem faſt eben ſo vergnügten Lagerleben hingaben, wie das kampfbereite Heer drun⸗ ten, indem ſie unter den Klängen der vortrefflichen Muſik die mit⸗ gebrachten Vorräthe verzehrten.

Ah, wenn Du Recht hätteſt mit Deiner Prophezeiung!

Darauf kannſt Du dich verlaſſen, erwiederte Knorx;es iſt heute der Tag der Künſtler, alſo der Tag der Ueberraſchung und Wunder, und es ſollte mich durchaus nicht in Erſtaunen ſetzen, wenn die Gnomen hervorkämen aus ihren Erdlöchern oder wenn uns irgend eine mächtige Fee auf ihrem Zauberwagen erſchiene.

Du als wilder Jäger ſollteſt eigentlich ein Waldhorn be⸗ ſitzen, auf deſſen Ton Dir die Geiſter der Erde und der Luft dienſt⸗ bar wären, ſagte van der Maaßen,ich fände das ſo begreiflich. Du haſt bei Deinen wilden Zügen einmal und irgendwo die Be⸗ kanntſchaft einer Feenkönigin gemacht und von ihr ein ſolch wunder⸗ thätiges Horn zum Geſchenk erhalten.

O, wäre es ſo! ſeufzte Rodenberg;aber dieſes Horn nenne es Jagdhorn oder Wunderhorn iſt die Stelle, wo ich ſterblich bin und worin meine Ausrüſtung mangelhaft iſt; ich ver⸗ lor es beim Aufſitzen, und mein kleiner Schlingel, der es mir nachbringen ſollte, treibt ſich Gott weiß wo in der Welt herum. An dieſes Horn und was ein Zauberton deſſelben, wenn es die Kraft des Zaubers beſäße, herbeirufen könnte, daran dachte ich ſo eben.

Du wirſt das Horn wiedererhalten, ſprach der Teufel mit