Teil eines Werkes 
52. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Der Wild⸗ und Rheingraf ſtieß ins Horn. 261

Da gab es Spiele aller Art für kleine und große Kinder, ein mit Epheu und Schlingpflanzen umranktes Reſtaurations⸗Gebäude und unter dieſem einen prächtigen, tiefen Keller mit weingrünen Lagerfäſſern Evoe!

Hier war heute der Verſammlungsort für ſämmtliche, welche ſich an dieſem Künſtlerfeſte betheiligten; obgleich es noch ſehr früh am Tage war die Sonne vergoldete eben erſt den Wetterhahn des höchſten Kirchthumes der Stadt, der ſich ihrem Aufgange, gutes Wetter verkündend, zugekehrt ſo waren doch ſchon die Straßen, welche nach jenem Garten führten, ja, ein Theil des Gar⸗ tens ſelbſt von Neugierigen aller Stände und jeden Alters ange⸗ füllt. Auf der breiten Landſtraße, die an dem Verſammlungsorte vorüber nach den Bergen führte, wo das Feſt abgehalten wurde, bildeten ſich zwei Reihen Equipagen mit Herren und Damen in reicher Sommer⸗Toilette, welche zuerſt hier die ankommenden Künſtler ſehen wollten, dann den formirten Zug und ſpäter ſo viel als mög⸗ lich von den Feſtlichkeiten draußen im Walde.

Dazwiſchen ſah man Reiter hier und da an einem Wagen⸗ ſchlage plaudernd oder auch einen bekannten Künſtler begleitend, welcher coſtumirt herangaloppiri kam und den man vielleicht ſchon in der Stadt oder unterwegs getroffen..

Fußgänger beiderlei Geſchlechts hatten ſich zwiſchen die Wagen vertheilt und bildeten zahlreiche, dicht beſetzte Spaliere am Ausgange der Stadt, ſowie am Eingange des Gartens. 3

Zahllos war das Heer der Buben in allen Größen, in allen nur erdenklichen Anzügen. Es war, als ſeien ſie für heute Mor⸗ gen, zum heutigen Feſte ganz beſonders erſchaffen worden, um das⸗ ſelbe durch ihre Gegenwart zu verherrlichen, um alle, ſelbſt die kleinſten Räume zwiſchen Wagen, Reitern und Zuſchauern auszu⸗ füllen; um überall hinzuklettern, wo noch ein hierzu mögliches Plätz⸗ chen war, um ſich an Laternenpfoſten anzuklammern, auf Thorpfeiler zu ſteigen, an ſchwankende Baumäſte zu hängen, um auf alten