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Bekränzt mit Laub den lieben, vollen Becher.
mit leiſer Stimme das junge Mädchen, welches ſich, das kleine Mädchen an der Hand, dicht neben den Meiſter hingeſtellt hatte und bewundernd ſein Bild anſchaute.
„Gewiß, gewiß, und ich danke für ſie; Andreas war ſo freund⸗ lich, an Mercedes zu denken.“
„Finden Sie, Bergmüller, daß die Kräuter genug gezogen haben?“
„Für meinen Geſchmack wäre ich dafür, mit dem zweiten halben Glaſe noch eine kleine halbe Stunde zu warten.“
„Thun wir das,“ ſtimmte auch Roderich ein:„während ich an meinem Harniſch male, ruht Sennora Conchitta aus und erzählt ihre Geſchichte.“
Der galante Baron hatte raſch einen Seſſel herbeigeſchleppt, welchen er der jungen Spanierin anbot, die ſich darauf niederließ und ſich dann, wie ſie mit liebenswürdiger Freundlichkeit ſagte, ſo ſetzte, daß Lytion mit ſeiner Zeichnung ihres Profils fort⸗ fahren konnte. Auch das kleine Mädchen nahm ſeinen Platz wie vorhin ein, und Andreas reichte auf den Ruf ſeines Herrn Cigarren umher.
„Warte mit dem Feuer, bis Conchitta ihre Papier⸗Cigarre anzündet!“ 3
„Wie kann ich das, wenn ich erzählen ſoll?“
„O, vortrefflich, und es macht ſich reizend! Es iſt auch nicht das erſte Mal, daß Sie liebenswürdig mit uns plauderten, während Ihre Hand die Cigarre hält.“ 8
„Es iſt nicht lieb von Ihnen, Herr Lytton, daß Sie mich an eine kleine Schwäche erinnern, die ich aber leider zugeſtehen muß. — Mercedes,“ rief ſie ihrer Schweſter zu,„ſei ſo gut, mir meine kleine Taſche zu geben!“
Nachdem die ältere Schweſter Conchitta's das Verlangte ge⸗ bracht und ſich wieder auf ihren Sitz zurückgezogen, nahm die junge Spanierin aus einem Etui Papier und etwas feinen, geſchnittenen


