Bekränzt mit Laub den lieben, vollen Becher. 31
kann ich Dir ſagen, daß ich geſtern die beiden betreffenden nicht ſchlecht empfohlen habe: es war in der Permanenten ſo viel herum⸗ gaffendes und, wie mir ſchien, kaufluſtiges Volk, wo ich mir denn einen Stuhl nahm, mich vor Deine Zeichnungen hinſetzte und mir den Spaß machte, ſie mit lauter Stimme als ein paar ausgezeichnete Meiſterwerke darzuſtellen.“
„Nun, wenn Du das nur im Spaß gethan,“ gab der kleine, dicke Künſtler, mit einem, wenn auch freundlichen Geſichte, doch bezeichnenden Achſelzucken zur Antwort,„ſo muß ich Dir ſagen, daß Dein Spaß mir gerade keinen Spaß macht; doch ſei's darum, ich werde Dir Gleiches mit Gleichem vergelten und es eben ſo machen, wenn Deine heilige Cäcilie einmal lange genug in der Permanenten gehangen hat.“
„Da wird ſie nie hängen,“ gab der mit dem zugeſpitzten Hute zur Antwort, wobei er, ſeinen Spazirgang fortſetzend, mit großen Schritten ruhig an dem Anderen vorüberging;„ich arbeite nur auf Beſtellung, merke Dir das.“
Der Baron hatte der Begrüßung des Angekommenen mit ſo vielerlei Namen, ſowie dem kurzen Zwiegeſpräche mit großen Augen zugehorcht und wandte ſich jetzt fragend an Roderich, der aber auch ohne das die Beiden mit einander bekannt gemacht hätte:„Herr Maler Bergmüller, bekannt durch ſchöne Kohlen⸗ zeichnungen.“
„In denen viel Waſſer vorkommt,“ ſagte Lytton, dem Heran⸗ tretenden freundlich die Hand reichend.
„Und viel Nebel,“ ſetzte Walter hinzu,„den dieſer undankbare Kerl ſo fein und durchſichtig macht, daß man erſtaunt ſein muß, wie er es mit einem ſo widerhaarigen Material, wie die Kohle, zu Stande bringt.“
„Herr Baron Hund vom Höllenſteine,“ ſtellte der Herr des Ateliers dieſen vor.
„Ja, undankbar biſt Du,“ fuhr der alte Maler fort,„daß


