Teil eines Werkes 
52. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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30 Erſtes Kapitel.

Danke, gab Walter kurz zur Antwort,ein Cognac des Morgens iſt mir zuträglicher; wenn ich vor Tiſch ohne denſelben einen Tropfen Wein trinke, ſo ſauſt es mir den ganzen Tag im Kopfe herum. Damit ging er nach dem ihm wohlbekannten Schranke und zog unterwegs eine kurze, irdene, ſchwarz gerauchte Pfeife aus der Taſche, die er ſich mit ſyriſchem Tabak füllte, der auf einem Nebentiſchchen in einem irdenen Gefäſſe ſtand. Nachdem er einen Schluck Cognac genommen, brannte er ſeinen Pfeifen⸗ ſtummel an und ging behaglich, aber tüchtig dampfend, mit weiten Schritten, die Hände in den beiden Hoſentaſchen, durch das Atelier, wobei er in der Nähe des die Thür vertretenden Gobelins auf einen jungen Mann ſtieß, der eben eintrat.

Es war dies eine kurze, gedrungene Perſönlichkeit, ſorgfältig gekleidet, einen hellgrauen Cylinder auf dem Kopfe, den er im Atelier abnahm und unter welchem ſich nun ein wahrer Wald von dichten, krauſen, braunen, etwas röthlich ſchimmernden Haaren zeigte.

Guten Morgen, Kohlenmüller! ſagte Walter und wandte ſich darauf vor dem Ankommenden dicht auf dem Abſatze herum, um ſeinen Spaziergang fortzuſetzen.

Ah, bon jour, Waſſermüller! rief Lytton, als er des Ein⸗ tretenden anſichtig wurde, und Roderich ſetzte, freundlich mit dem Kopfe nickend, hinzu:Wie geht's, Bergmüller?

Danke euch, nicht ſchlecht, erwiederte der Angeredete heiter; ich komme ſoeben von der permanenten Ausſtellung, wo Schüller zwei famoſe Zeichnungen von mir verkauft hat!

Ah, die beiden, die ſchon ziemlich lange dort hängen die

eine iſt Waſſer mit Nebel, ſagte Olfers,und....

Die andere iſt Nebel mit Waſſer! brummte Walter, indem eer von der andern Seite des Ateliers wieder zurückkamin Summa, Nebelmüller, Du biſt ein glücklicher Kerl, daß Du Deine Kohlenzeichnungen am Ende doch alle verkaufſt! Aber unter uns