Teil eines Werkes 
51. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Reiſeluſt.

mich aber fragen, ob Andere das Recht hätten, ein Unternehmen gewaltſam zu zerſtören, das ich auf meinem eigenen Grund und Boden mit Beobachtung der beſtehenden polizeilichen Verordnungen errichtet habe, ſo muß ich Ihnen dieſe Frage entſchieden ver⸗ neinen.“

Der Andere warf einen finſteren Blick hinüber, bewegte ſich heftig auf ſeinem Sitze, um nach einer Pauſe zu ſagen:„Pah, das war nur ſo eine Redensart, aber zugeben werden Sie mir doch, daß wir es nicht zu leiden brauchen, wenn man uns muthwillig unſere Felder verpeſtet.“

„Das iſt allerdings ſehr unangenehm, aber wenn nicht nahe⸗ liegende Wohnungen durch eine ſolche Fabrikanlage geſchädigt werden, ſo wird Sie eine Einſprache nicht viel nützen.“

„Das muß ein Kind einſehen,“ hörte man von drüben rufen, „und Wohnungen, welche beläſtigt werden könnten, gibt es auf eine Stunde Weges nicht.“

Der mit der ſchlechten Cigarre warf einen ſo wüthenden Blick hinüber, daß Herr Schmauder beſchwichtigend ſagte:„Im vorliegen⸗ den Falle ſcheint mir ein gütlicher Vergleich der einzige richtige Weg— vielleicht ein Ankauf des ſtreitigen Grundſtücks.“

„Nicht um eine Million,“ klang es von drüben her,„wir haben die Bauerlaubniß und wir werden bauen, überhaupt muß man uns ſo nicht kommen; wir haben eingewilligt, die Sache nochmals mit euch in Augenſchein zu nehmen, aber wenn ihr ein Recht zu haben glaubt, ſo ſucht euch das ſchwarz auf weiß zu ver⸗ ſchaffen, wie wir uns unſere Bauerlaubniß, die wir in der Taſche haben.“

„Ja,“ ſagte Herr Schmauder mit einem leichten Lächeln, „wenn Ihre Nachbarn die Bauerlaubniß haben und ſich nicht güt⸗ lich vergleichen wollen, ſo frage ich Sie, meine lieben Herren, auf welchen Geſetzesparagraphen hin Sie den Bau verhindern wollen?“ „Und ich möchte Sie dagegen fragen,“ ſprach der Andere