Teil eines Werkes 
51. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Reiſeluſt. 223 reiſen— ich glaube nicht, daß die muſelmänniſchen Turner und Bienenzüchter ſo beläſtigende Fahrten durch ihr Land anſtellen werden.“

Eingeſtiegen wurde nun auf den Ruf der Kondukteure, aber ſehr mäßig und dabei blieb höchſt angenehmer Weiſe der Wagen, in welchem unſer Reiſender ſaß, gänzlich verſchont; verdächtig waren indeß immer noch die beiden Gruppen, die ſich ſtreng abgeſchloſſen hielten, und dieſer Verdacht wurde zur fürchterlichen Wahrheit, als der Kondukteur ihnen zurief:„Meine Herren, es iſt die höchſte Zeit, wenn Sie mitfahren wollen, der letzte Wagen iſt noch ganz unbe⸗ ſetzt, worauf ſich die eine Gruppe raſch in Bewegung ſetzte, den Wagen des Herrn Schmauder beſtieg und die Seite, auf der er ſich befand, vollſtändig einnahm.

„Sonſt iſt im Zuge kein Platz mehr für uns als im letzten Wagen?“ frug einer aus der ſtehen geblieben Gruppe den Eiſen⸗ bahnbeamten, welcher zur Antwort gab:„Zu Zweien und Dreien kann ich Sie vielleicht im ganzen Zuge vertheilen— wenn Sie aber zuſammenbleiben wollen, ſo haben Sie hier die beſte Gelegen⸗ heit— die eine Seite des letzten Wagens iſt ganz leer.“

„Alſo vorwärts denn!“ ſagte der, welcher ſoeben geſprochen, mit finſterer Miene und darauf beſtieg auch die zweite Gruppe den Wagen und nahm genau die andere Hälfte deſſelben ein.

„Fertig—— fort!“

So fuhr man dahin und ziemlich beengt— Herr Schmauder hatte ſogar ſeinen kleinen Reiſeſack unter die Bank legen müſſen, da einer der neu Angekommenen dieſes harmloſe Geräth und hierauf den Beſitzer deſſelben mit dem gewiſſen fragenden und auffordernden Blicke angeſehen hatte— auch brummte dieſer, als er ſich nieder⸗ ließ:„Es iſt eigentlich überflüſſig, ſich für eine ſo kleine Tour noch mit Gepäck zu beläſtigen.“ Zudem war dieſer Mann im Allge⸗ meinen kein angenehmes Gegenüber: er rauchte eine erſchrecklich ſchlechte Cigarre, indem er dieſelbe obendrein noch beſtändig in den