Teil eines Werkes 
51. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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26 Der Toreador.

verſtändigen Blick an ſich herunterſchauend:Schade, Paulita, daß ich mich nicht anbieten kann ja wenn mir eine Seſiorita Deines Schlages vor zwanzig Jahren gekommen wäre.

Aber, Vetter, damals waret Ihr ja ſchon ein Geiſtlicher.

O, einen Bolero oder Fandango tanzen iſt keine Sünde, und mein Stand würde mich heute wenig abhalten, wenn ich jung und gewandt wäre wie dort unſer Licenciat Don Ruiz.

Jung ja wohl, ſagte die junge, ſchöne Spanierin, und ſetzte mit aufgeworfener Oberlippe hinzu,aber gewandt? er war es vielleicht einmal, aber ſeinem ſchwarzen Kleide zu lieb hat er Alles vergeſſen.

Ihr meint wohl mich, Paulita? fragte der angehende Geiſtliche, wie aus tiefen Träumereien auffahrend.

Wen anders, ſagte der Domherraber es wäre in der That ſchade, wenn ſie recht hätte und Du Alles vergeſſen haben würdeſt bei San Jago, wenn ich mich erinnere, wie Du noch vor wenigen Jahren am Tage del Corpus in Deiner Pagentracht mit den Anderen vor dem Hochaltar getanzt, ja ſo getanzt, daß Du die beifällige Aufmerkſamkeit des Seſior Erzbiſchofs auf Dich gezogen, ſo begreiſe ich nicht, wie Du das Alles in den paar Jahren verlernt haben ſollſt.

Mangel an Uebung, Tio.

Ach was, Mangel an Uebung ein Caballero Deines Blutes, dazu ein junger Mann, ſollte, ſelbſt wenn er ein Geiſt⸗ licher iſt, nicht ſo aus der Uebung kommen.

Verſucht es doch einmal, Don Ruiz, ſagte Paula lachend.

Mit Euch, Seſiora? fragte der Licenciat mit einem eigen⸗ thümlichen Blinzeln ſeiner Augen.

Ein paar Sekunden blieb ſie ihm die Antwort ſchuldig, dann richtete ſie ſich raſch empor, umſpannte ihre ſchlanke Taille mit den feinen Händchen und gab, ſich in den Hüften wiegend, zur Antwort:Des Kontraſtes wegen, ja, Don Ruiz, wenn Ihr