Teil eines Werkes 
50. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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234 Unter den päpſtlichen Zuaven.

Wie ſahen der Herr und die Dame aus, die hier in dem Zimmer waren? rief er dem wieder eingetretenen Wirthe haſtig entgegen.

Ich ſah ſie nicht, Signor Sergente. Aber meine Tochter ſagte mir: er ſei ein ziemlich großer, magerer und kränklich aus⸗ ſehender Herr geweſen, ſie aber

Eine ſchöne, junge, blonde Dame, iſt's nicht ſo?

Allerdings, ſo ſagte meine Tochter; ſie habe bleich und traurig ausgeſehen.

Um aller Heiligen Willen, wo können ſie hingekommen ſein?

Chi lo sa.

Könnte ihnen ein Unglück begegnet ſein? könnte ſie die furcht⸗ bare Krankheit fern von dieſem Hauſe überfallen haben, hülflos im Freien, vielleicht in einem elenden Weinberghäuschen? denn in Arricia wurden ſie nicht eingelaſſee o, es wäre entſetz⸗ lich.

Es ſind wohl Bekannte von Ihnen, Signor Sergente? ſagte der Wirth, indem er den jungen Zuaven mit einem ehrerbietigeren Blicke als bisher anſchaute.O, ſeien Sie unbeſorgt; ſie waren ja zu Fünf. Das Unglück kann ſie allerdings betroffen haben; aber doch kaum alle Fünf; das wäre ſchwer denkbar.

O, es wäre an einem Unglück ſchon genug! rief Landerer ſchaudernd aus. Dann ſetzte er, ſich raſch an die Anderen wendend, hinzu:Hurtig, Leute, macht, daß wir bald fertig werden; es gibt noch Anderes zu beſorgen.

Ja Anderes, welches ſeine Gedanken ſo völlig in Anſpruch nahm, daß er durch den Ort nach ſeiner Wohnung eilend das Schnupftuch hatte er auf ſeinem Herzen verborgen kaum einem der Offiziere Rede ſtand, nicht nur als ihn dieſer um etwas Dienſt⸗ liches fragte, ſondern als er hinzuſetzte:Ihr Freund Alfons hat leider einen Krankheitsanfall, nicht der ſchlimmſten Art, aber man hat ihn doch in das Krankenhaus Nr. 2 gebracht.