Teil eines Werkes 
50. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Unter den päpſtlichen Zuaven. 229

unausſprechlich glücklich. Ja bis noch vor einer halben Stunde, wo aus einem Gemäuer an der Straße ein Käuzlein ſchreiend auf⸗ flog und dann jener düſtere Spruch plötzlich vor meiner Seele ſtand: ‚Morituri te salutant. Nun ja, nun ja. Zu einer ſolchen Ideenverbindung kann der nächtliche Marſch, dort die gewaltigen Trümmer, die finſteren Geſpenſter, welche um unſer Reiſeziel, das arme Albano, ſchweben, das Ihrige beitragen. Ahnungen, mein guter Landerer; wenn ich auch bis jetzt Allem mit kühlem Blute entgegengegangen bin; aber jetzt da oben zu ſterben, ohne ſie, ohne die Heimat wiedergeſehen zu haben; es wäre hart für mich, es wäre furchtbar, wäre entſetzlich. Seine Stimme bebte, während er dieſe Worte ausſtieß, ſo daß Landerer ſich veranlaßt ſah, ihm ſeine Hand auf die Schulter zu legen und in aufmunterndem Tone zu ſagen: Sei geſcheidt, Alfons; verjage dieſe traurigen Gedanken, wo⸗ zu wir Alle das gleiche Recht hätten; denn wie unſer tapferer Kom⸗ mandeur vorhin ſagte: ‚Jeder von uns hat mehr als je die Chance, vom Tode mit Auszeichnung behandelt zu werden. Ja, ja, und nicht einmal im luſtigen Gefecht durch eine da⸗ herfliegende Kugel im offenen Feld unter dem ſchönen blauen Himmel. Nein, nein, ſondern vielleicht recht heimlich und verrätheriſch durch eine tückiſche Krankheit. Ha, Grillen. Meinetwegen Grillen. Aber da Alles möglich iſt, ſo verſprich mir, in einem gewiſſen Falle ſogleich meine Brieftaſche zu Dir zu nehmen und an die Adreſſe zu befördern, die Du auf dem erſten Blatte verzeichnet findeſt. 1 Nun denn, zugeſtanden in dem Falle, der uns Alle treffen kann; doch muß ich Dich in einem ähnlichen Fall um einen Gegen⸗ dienſt bitten. Wichtige Papiere findeſt Du nicht in meiner Brief⸗ taſche, aber die Adreſſe eines deutſchen Profeſſors; und dem ſchreibſt