Teil eines Werkes 
50. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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230 Unter den päpſtlichen Zuaven.

Du: Der junge Zuave, dem er zur Bekanntſchaft des trefflichen Pharaonen verholfen vergiß das nicht.

Nein, gewiß nicht

Der junge Zuave, der darauf in Albano u. ſ. w., ſei nicht nur einfach ein Herr Landerer, ſondern ein Graf Landerer.

Iſt das Alles?

Alles, er wird ſchon wiſſen, was er damit zu machen hat. Doch jetzt laß genug ſein des grauſamen Spiels, fuhr Landerer in heiterem Tone fort, machte ihn alsdann zu Aenderung ſeiner Gedankenrichtung auf einen dunklen Punkt zur Rechten aufmerkſam, vielleicht das Grab der Cäcilia Metella, ſowie auch auf Ruinen neuerer und neueſter Zeit, an denen ſie vorüberſchritten, an Trümmer⸗ haufen eines Kaſtells der Colonna, an niedrigen Landhäuſern, ver⸗ ödet und verlaſſen ausſehend mit kahler Umgebung oder zwiſchen jungen kümmerlichen Cypreſſen ſtehend.

Da wäre Raum genug für ein ſtilles und beſcheidenes Leben, meinte Alfons nachdenklich,und wer weiß, ob es nicht klüger von uns geweſen wäre, lieber den Spaten in die Hand zu nehmen, als das Gewehr.

Jetzt war die Nacht in ihr volles Recht eingetreten, das letzte Leuchten am Himmel, der letzte Schein in der Campagna erloſchen, ſo daß man rings umher nichts mehr ſah, als vielleicht die Bogen des Claudius'ſchen Aquädukts, die wie eine unabſehbare Reihe finſterer Geſtalten daſtanden und die kleine Kolonne an ſich vorüberziehen ließen.

Stiller wurde es in den Reihen der letzteren, man ſah ſelten mehr die Glut einer Cigarre, und bald hatten Scherze, Lieder und Unterhaltungen einem tiefen Schweigen Platz gemacht, unter welchem die Zuaven faſt lautlos dahin marſchirten, bis ſie endlich in der Morgendämmerung vor ſich Caſtel Gandolfo ſahen mit ſeiner hohen Kathedrale, deren Kuppel ſich ſchon deutlich abzeichnete auf dem raſch heller und leuchtender werdenden öſtlichen Himmel.