Unter den päpſtlichen Zuaven. 223
Handwegung hinzu,„ſchweige lieber ſtill, denn ich bin nicht gelaunt, Dummheiten zu hören.“
„Es ſind aber dießmal ganz und gar keine Dummheiten,“ erwiederte der Andere, während er auf eine trübe Stelle des Ge⸗ wehrlaufes hauchte und dieſe dann eifrig mit dem Aermel polirte. „Es geht etwas vor bei den Zuaven, und wenn ich als geſunder Spielmann gerade nicht mit dabei zu ſein brauchte, würde ich mir im Grunde nicht viel daraus machen.“
„Nun denn, was geht vor, wenn's beliebt?“
„Sämmtliche Kompagnieen ſind beordert, heute Abend mit Sack und Pack feldkriegsmäßig ausgerüſtet vor der Porta San⸗ Giovanni zuſammenzutreten, wobei extra noch an die ſtärkſten Leute Hauen und Schaufeln vertheilt werden.“
„So gilt es einen nächtlichen Schanzenbau?“
„Das weniger; ſo viel ich unter der Hand erfahren habe, und ich erfahre znuweilen etwas unter der Hand, ſollen die Zuaven auf höheren Befehl für eine Zeit lang nach Albano verlegt werden.“
„A— a— a— ah,“ ſagte Landerer aufmerkſam werdend, „und zu welchem Zweck?“
„Nun, um droben etwas Ordnung zu halten, ſowie um als Krankenwärter, Todtengräber u. dgl. zu dienen.———— Habe ich da nicht Recht,“ fuhr er nach einer Pauſe mit dem frühern pfiffigen Lächeln fort,„wenn ich vorhin ſagte: ein Unglück ſei zu⸗ weilen ein Glück für uns?—— Nur Die, welche auf der Krankenliſte ſtehen, bleiben zurück.“
„Ah, darin haſt Du recht,“ verſetzte der junge Zuave, indem ſich ſeine Blicke belebten,„wann ſagſt Du, treien die Kompagnieen zuſammen?“
„Eine Stunde vor Ave Maria.“
„So iſt keine Zeit zu verlieren. Komm, hilf mir die Kuppel meines Säbels ſchließen. Haſt Du Alfons nicht geſehen, unſern Unteroffizier?“


