224 Unter den päpſtlichen Zuaven.
„Er war ſoeben drunten im Hofe.“
„So reiche mir meine Mütze, die Du unnöthiger Weiſe ein⸗ geſchloſſen.“
Damit eilte Landerer raſch in den Hof hinab, wo er nicht nur ſeinen Unteroffizier und Freund Alfons traf, ſondern auch die Offiziere der Kompagnie, welche im leiſen Geſpräch mit ernſten Mienen beiſammen ſtanden.
„Iſt es wahr, was ich gehört?“
„Per Bacco, nur zu wahr! Du kannſt Dir gratuliren. Ja, wenn es gegen einen anderen, greifbaren Feind ginge, ſo müßte ich Dich aufrichtig bedauern.“
„Nun denn, Herr Unteroffizier,“ entgegnete der Andere lächelnd, indem er ſeine Hand zu ſoldatiſchem Gruß an die Mütze legte, „da ich mich auf dieſe Art von Ihrem Wohlwollen auf's Neue überzeuge, ſo werden Sie auch nichts dagegen haben, wenn ich, mich Ihnen hiermit als geſund, wenigſtens für gewiſſe Dienſt⸗ leiſtungen als vollkommen tüchtig melde.“
„Geh', Du biſt ein Narr, oder Deines Lebens ganz un⸗ nöthiger Weiſe überdrüſſig.“
„Wollen mir der Herr Unteroffizier die Erlaubniß geben, mich bei dem Zugführer geſund zu melden?“
„Meinetwegen beim Teufel,“ verſetzte der Andere, ihm den Rücken drehend. 4
Der Lieutenant des Zugs nahm die Meldung Landerer's min⸗ der ſchroff auf, ja er betrachete ihn mit einem wohlwollenden Blicke, während er erwiederte:„Ich habe nichts dagegen, daß Sie gerade heute eintreten, doch kommen Sie mit mir zum Kom⸗ pagniechef, ich werde ihn erſuchen, daß er Sie wegen Ihres be⸗ ſchädigten Armes als Gefreiter mitgehen läßt. Wir können zu dieſer Expedition beherzte und intelligente Leute brauchen; und was Ihr Gepäck anbelangt, ſo werfen Sie es auf einen der Bagagewagen.“


