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Unter den päpſtlichen Zuaven.
eines italieniſchen Bedienten überließ, welcher, aus Caſtel Gandolfo gebürtig, dort für ſeine Unterkunft zu ſorgen verſprach. Man ließ das Mittageſſen unberührt, man ließ die ſchweren Reiſekoffer zurück, Herrſchaft und Diener beluden ſich nur mit dem Nothwendigſten, verſchloſſen die Zimmer und flohen, die Schlüſſel mit ſich nehmend, gegen Caſtel Gandolfo. Der Wirth ſowie die übrigen Bewohner des Hauſes achteten kaum auf ſie in der allgemeinen Verwirrung, bei dem Entſetzen, verurſacht durch die niederſchmetternden, ſicher treffenden Schläge des Todes, die nicht Alter, nicht Jugend, nicht Arm, nicht Reich verſchonten, denen ſowohl der Bauer als der wohlhabende Kaufmann und Gutsbeſitzer, reiche Fremde, Herren und Grafen, Fürſten, Prinzen aus königlichem Geblüt, ein Kardinal und eine Königin zum Opfer fielen.
Selbſt in Rom verbreiteten die eingelaufenen Nachrichten ein dumpfes Entſetzen, und die Regierung vermochte nicht mehr auf gewöhnlichem Wege Hülfe zu ſpenden dem ſo ſchrecklich heimgeſuchten Orte, deſſen Aerzte, Apotheker, Todtengräber theils geſtorben, theils geflohen waren. 1
In dieſen Tagen befand ſich Landerer mißmuthig auf ſeinem Zimmer; denn die Unthätigkeit, in die ihn ſein immer noch ge⸗ ſchwächter Arm verſetzte, brachte ihn in die übelſte Laune; kaum war er im Stande, ſich ſelbſt wieder anzukleiden; aber vergebens hatte er ſchon ein paar Mal verſucht, das ſchwere Gewehr zu handhaben.
Der kleine Horniſt, welcher einige Aufträge für ihn beſorgt hatte, wiſchte ſich den Schweiß von der triefenden Stirne und ſagte mit ſeinem gewöhnlichen pfiffigen Lächeln:„Ich habe ſchon oft erfahren, daß das, was uns ein Unglück dünkt, häufig zum Heile über uns gekommen iſt.“
„Wenn Du in Deiner Weisheit meinen Zuſtand meinſt,“ er⸗ wiederte der junge Zuave barſch,„ſo möchte ich mir darüber eine Aufklärung ausbitten; oder“—— ſetzte er mit einer unmuthigen


