Teil eines Werkes 
50. Bd. (1873) Werke
Entstehung
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Die Spuren eines Romans. 31

ſie aberwals ein glücklicher Zufall auf jene Stelle geführt, wo der Maler Arthur ſo gerne geſeſſen, wo er Magdalenen geſehen, die hier oben Blumen und Beeren geſammelt, darüber konnte kein Zweifel ſein. War doch der gegenüberliegende Höhenzug mit den Trümmern des alten Thurmes zu genau beſchrieben, ja unverkenn⸗ bar von der Wirklichkeit abgeſchrieben! Dort noch hinaufzufahren, um das M von ihrer Hand zu finden, war es allerdings zu ſpät, aber möglich, im Abendſonnenſchein das reizende Haus des Malers zu ſehen und dort vielleicht von der Straße aus einen Blick zu thun in ein glückliches Familienleben.

„Wohin fahren wir alſo?“

„Natürlicher Weiſe nach der Stadt zurück, doch könnten wir vielleicht einen andern Weg nehmen. Gibt's einen ſolchen?“

„O ja, nur iſt er etwas weiter, führt aber eine Strecke durch den Tannenwald.“

„Gut,“ entgegnete Adelgunde und ſetzte mit einer kleinen Ver⸗ legenheit hinzu:„Ich war ſchon einmal hier und fuhr damals jenen Weg, der, ſo viel ich mich erinnere, recht hübſch iſt. Wenn ich mich nicht irre, kommt man dicht vor der Stadt an einigen Landhäuſern vorbei.“

„Ganz richtig.“

„Von denen ich eines noch im Gedächtniſſe habe, ein Haus mit einem hübſchen kleinen Garten, in welchem ein berühmter Maler wohnt.“

„Ah, der Schellenberger. Ja, er ſoll was Rechtes können, wie die Leute ſagen.“

Adelgunde fühlte ſich durch dieſen Namen unangenehm berührt. Nein, Schellenberger hieß er nicht, konnte er nicht heißen, der Klang dieſes Namens war gar zu proſaiſch, wenn er im wirklichen Leben wohl auch nicht Arthur Regnier hieß—— aber auch nicht Schellen⸗ berger, um Alles in der Welt nicht Schellenberger!

„Er iſt auch Photograph,“ ſagte der Kutſcher Heinrich, doch