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deutſcher bildender Künſtler. 239
den kann, und wenn Frankfurt auch für die große Ausſtellung bleibt, ſich die deutſchen Künſtler, die nächſtes Jahr wohl noch viel zahlreicher erſcheinen werden, in einer nicht ſo geräuſchvollen ausgedehnten Stadt finden mögen.
Für das heutige gemeinſchaftliche Mittageſſen im Badhaus fehlte es nicht an angenehmen Ueberraſchungen. Profeſſor Ruſtige von Stutt⸗ gart erbob ſich und ſprach folgenden launigen Toaſt:
Ihr Düſſeldorfer wart gar ſchlau, Daß ihr uns rief't nach Bingen,
Hier muß, das wußtet ihr genau, Das Künſtlerfeſt gelingen.
Hier, wo vereint die Nahe und Der Rhein zuſammenlaufen, Bis ſie im fernen Meeresgrund Vor lauter Lieb' verſaufen.
Hier, wo der Sonne erſter Koch Das Rebenblut bereitet
Und ſelbſt das enge Bingerloch Dem Schiffenden ſich weitet.
Hier, wo man voll Barmherzigkeit Gern jede Blöße decket,
Und in ein nagelneues Kleid 1 Den Mauſethurm geſtecket.
Hier, wo der Durſt'ge ſeinen Brand In wenig Geld ertränket, Dieweil das kleine Heſſenland Die größten Schoppen ſchenket.


