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Zwei Nächte.
Der Abend war bereits hereingebrochen, als er Formigara, ein kleines Dörfchen, erreichte. Auf der Straße bewegten ſich dichte Co⸗ lonnen Artillerie und Fuhrwerk und ließen ihn nur im Schritt vor⸗ wärts kommen. In der Nähe des Orts mehrte ſich das militäriſche Getümmel. Auf den Feldern rechts und links lagerte Infanterie und Kavallerie; Holz wurde herbeigeſchleppt und hie und da ſtieg dichter Dampf auf von den Lagerfeuern, die man im Begriff war, anzuzün⸗ den. Auf der Straße in Formigara drängte und wogte es durchein⸗ ander. Dort hielten lange Reihen Ochſenkarren mit Weinfäſſern be⸗ laden, und in großen hölzernen Kannen wurden die Portionen für die Soldaten ausgetheilt.
Das Haus, in welchem der Feldmarſchall wohnte, ein kleines unſcheinbares Gebäude, bot ganz ein bewegtes Bild des Hauptquar⸗ tiers. An allen Fenſtern lehnten Offiziere in den verſchiedenſten Uni⸗ formen, im Hofe ſtanden Equipagen und Packwagen, an deren Deich⸗ ſeln abgeſattelte Pferde befeſtigt waren. Unter dem Thorbogen hielten Ordonnanzen und die jungen Offiziere des Hauptquartiers, welche wohlgemuth dem Lärm und dem Jubel der vorbeiziehenden ſiegestrun⸗ kenen Soldatenhaufen zuſchauten.
In dieſes Gewühl hinein lenkte Graf S. ſein Pferd und wurde von den Kameraden freundlich bewillkommt. Er mußte erzählen, wie es drüben ausſchaue, und überbrachte Grüße von Bekannten und Freun⸗ den, die man lange nicht geſehen.
„Dein Schimmel wird müde ſein,“ ſagte ein junger Uhlanen⸗ offizier lachend, und der Graf entgegnete luſtig:
„Wie ſein Herr. Ich bin jetzt heute ſchon vierzehn Stunden im Sattel geweſen; habt ihr irgendwo ein Obdach, wo man ſich ein we⸗ nig ausſtrecken kann?“
„Obdach genug,“ antwortete der Andere,„auch ſogar ein ſchönes breites Bett. Aber du freuſt mich, wenn du jetzt ſchon an's Aus⸗ ruhen denkſt, da droben ſchreiben ſie, daß die Federn davon fliegen; Major E. ſiegelt eine Depeſche um die andere. Ich und F. und M.,
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