Teil eines Werkes 
26. Bd. (1860) Werke
Entstehung
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32 Zwei Nächte.

Staub bedeckt, ſie trugen ſchwere Säbel, die Cartouche und Tſchako, Helm und Handſchuhe lagen neben ihnen auf dem Tiſche.

„So weit wären wir alſo,“ ſagte der Huſar und ließ einen zu⸗ friedenen Blick über den Fluß ſchweifen,„an der Schwelle unſeres Hauſes glücklich angekommen und ich bin feſt überzeugt, daß der alte Herr noch heute Abend kräftig anklopfen wird.“

„Wie ich höre,“ verſetzte der Chevaurleger, indem er ſich ſeine Cigarre anbrannte,„wird ſich Karl Albert nach Mailand zurückziehen und es ſollte mich wahrhaftig ungeheuer freuen, wenn es da noch zu einem ſoliden Schlage käme.“

„Pah!“ meinte der Huſarenoffizier,„die ſchlagen ſich nimmer, was wird's da unten geben? Ein paar Geſchützaufſtellungen, Prokla⸗ mationen, einige wüthende Volks⸗Demonſtrationen, voila-tout. Ich bin feſt überzeugt, in zwei bis drei Tagen marſchiren wir über den Domplatz, ich freue mich ſchon auf die Geſichter, wenn da die Bande ſpielt:„Gott erhalte unſern Kaiſer.“

„Das iſt alles ſchön und gut,“ ſeufzte der andere Offtzier,„aber wenn ſie nur in unſern Quartieren zu Mailand nicht ſo jammervoll gehaust hätten; ach, meine ſchönen Waffen, das iſt Alles verloren, und mein ganzes Silbergeſchirr.“ 5

„Nun, was das Letztere anbelangt,“ lachte der Huſar,„das wird noch zu erſetzen ſein; aber mir iſt's nur leid um das Bild der kleinen Julietta, das über meinem Divan hing. Wenn ſie nur das Original nicht erwiſcht haben, ich fürchte ſehr, es iſt den armen Geſchöpfen für ihre Anhänglichkeit an die öſtreichiſche Monarchie ſchlecht genug

gegangen.“ 1. „Ich glaube nicht,“ warf der andere Offizier leicht hin,„die Meiſten ſollen ſich in den fürchterlichen fünf Tagen gerettet haben; 5

mir erzählte das ein Kamerad von den Jägern, ſie ſeien in einem

langen Zuge ausgewandert, Wagen von allen Kalibern, heulende

Mädels und Koffer und Schachteln die Menge.“* Hier wurde das Geſpräch unterbrochen durch einen lauten Anruf