Teil eines Werkes 
26. Bd. (1860) Werke
Entstehung
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coort,der Cecco, dabei fuhr ſie dem Bübchen durch die ſchwarzen

Zwei Nächte.

den Fremden ein bischen an der Kehle faſſe? Auch ſchien ſie ihren Wächter vollkommen zu verſtehen, denn ſie drückte ihm mit dem einen Fuß den erhobenen Kopf ſanft nieder, worauf er die Augen ſchloß und mit dem Schweif wedelte.

Das Alles konnte der Reiſende vor dem Fenſter freilich nicht ſehen, ſenkte auch ſeine Blicke nicht dort hinab, ſondern heftete ſie feſt auf den ſchönen Kopf des Mädchens, auf ihren ſchlanken Hals und die weißen Schultern, welche zwiſchen den aufgelösten Flechten des ſchwarzen Haares hervorglänzten. Das Bübchen in ihrem Schooß, welches überhaupt keine große Neigung zum Schlafen zu verſpüren ſchien, wachte bei dem Anblick des Fremden wieder hell auf und blickte ſo treuherzig, ja freundlich mit den großen, glänzenden Augen auf die goldverzierte Feldmütze und die Schnüre des Atilla.

Alſo der Herr hat keine Pferde bekommen können ſagte das Mädchen,und muß deßhalb warten, bis die von der kaiſerlichen Poſt zurückkommen. Ja es kommt dies leider oft vor, mein Vater hat nicht viele Pferde und will auch keine weiter anſchaffen, da das Geſchäft überhaupt ſo wenig einträgt, denn es iſt hier eine kleine Zwiſchenſtation, Lodi und Piazenza nehmen uns das Beſte weg, wir hatten auch früher, als die Mutter noch lebte, ein kleines Wirthshaus, aber das hat Alles jetzt aufgehört; Vater ſagt, er wolle nichts mehr vergrößern, das könne einmal der kleine Cecco hier in meinem Schooß thun, oder, ſetzte ſie lachend hinzu,der Schwiegerſohn.

Der Schwiegerſohn? fragte der Offizier,wer iſt denn der Schwiegerſohn? 1

Nun, lachte das Mädchen fröhlich auf,wer wird der Schwie⸗ gerſohn ſein? Der Mann der Tereſina.

Und wer iſt die Tereſina?

Die Tereſina bin ich, ſagte ſie luſtig, ſchlug aber die Augen nieder, als ſie ſah, wie die brennenden Blicke des jungen Offiziers auf ihr hafteten.Ja, fuhr ſie nachläſſiger und mit leiſerer Stimme

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