„ Stoß, dem Handgaul einen Hieb mit der Peitſche und ſchwang ſich
Zwei Nächte.
„Krieg, Krieg!“ phantaſirte der Dragoner,„eine tüchtige Schlacht. ein Köntgteich, wenn ich eins hätte, für eine Schlacht!“ 3
„So was kommt plötzlich,“ ſagte Graf S.,„gebt nur Acht, an einem ſchönen Morgen hat man ſich irgendwo bei den Haaren, wie ſollt es mich freuen, wenn eine ſolche Nachricht mich ſchon nach weni⸗ gen Tagen von meiner Reiſe zurückriefe; doch, Freunde, es wird ſpät, ihr wißt, ich habe einen langen Weg zu machen, und möchte gar zu gern bei guter Zeit in Bologna ſein.“
„Welchen Weg wirſt du dahin nehmen?“ fragte der Infanterie⸗ offizier.
„Nun natürlicher Weiſe über Lodi und Piazenza,“ antwortete der Graf, indem er langſam aufſtand und nach ſeiner Feldmütze und dem Säbel langte, der neben ihm an einem Tiſchchen lehnte.
„So muß es denn geſchieden ſein,“ ſprach der Dragoneroffizier, indem er ſeinen Pallaſch ebenfalls umſchnallte; und die Andern folg⸗ ten ſeinem Beiſpiele. Stühle wurden gerückt, Säbel klirrten und die ſechs Freunde begaben ſich aus dem Speiſeſaal in den Hof des Hötels, wo die leichte Reiſecaleſche des Grafen S. bepackt und eingeſpannt bereits ſeiner harrte. Sein Huſar ſtand daneben, mit dem Mantel über dem Arm und der Poſtillon ordnete die Zügel des Sattelgaules, um ſich augenblicklich aufſchwingen zu können.
Der Abſchied war kurz und herzlich, nachdem der Graf ſeine Caleſche beſtiegen hatte.
„Leb' wohl, Alfons!— glückliche Reiſe!— Auf gutes und ge⸗ ſundes Wiederſehen!“—„Danke ſchön! Haltet euch Alle in der Ordnung und ſollte irgend etwas vorfallen, ſo ſchreibt mir bald!— Grüße mir Julietta, edler Romeo, und du, mach' dein Examen glän⸗ zend, daß du die grünen Federn auf dem Hut haſt, wenn ich zurück⸗ ſchaue.— Avanti— T'ſchau— grüß Gott!“
Der Poſtillon, wie alle italieniſchen, hatte wartend den linken Fuß in den Bügel geſetzt, gab mit dem Knie dem Sattelgaul einen
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