Teil eines Werkes 
25. Bd. (1860) Werke
Entstehung
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Gefährliche Blumenſträuße. 247

Wenn ich mich dazu bekenne, ſo käme ich vielleicht unverhofft zu einer ſchönen Braut. Was meinen Sie, gnädige Frau 22 Dieſe aber winkte ihm abwehrend mit der Hand und ſchaute athemlos auf Eugen, der langſam vortrat und nach einer Pauſe ruhig ſagte:Ich kann und will Euerer Excellenz nicht verſchweigen, daß der Paletot mir gehört.

Der General trat einen Schritt zurück.Und Blumenſtrauß und Brief? fragte er im Tone höchſten Erſtaunens.

Gleichfalls, Excellenz. Und damit die Liebe Ihrer Tochter, Herr General, meinte Julius ſehr trocken,und wenn man die Sache bei Licht beſieht, ſo Und das Licht, bei dem wir ſie betrachten, fiel ihm der General heftig ins Wort, niſt ſo ſcharf, daß mich die Augen beißen. Ver⸗ zeihen Sie, Baron, meinen Ueberfall, und vor allen Dingen Sie, gnädige Frau; weiter habe ich hier nichts zu ſagen, und wünſche aller⸗ ſeits eine geruhſame Nacht.

Damit wandte er ſich zornig um und

hinkte zum Zimmer hinaus. 3

Der Baron eilte ihm nach, Eugen wollte ebenfalls folgen; doch hielt ihn Julius am Arme feſt und ſagte mit ſeiner gewöhnlichen Ruhe:Bleib da, unbeſonnener Kerl, du machſt ſchöne Geſchichten. Laß mich, laß mich! rief der Maler haſtig,ich muß ihn zu beſänftigen ſuchen, ſonſt fällt all ſein Zorn auf die arme Julie.

Bah! erwiderte der Andere,ſie hat auch ihr Theil verdient. Aber bleib nur, bleib; wie ich den General kenne, iſt das jedenfalls beſſer. Vor allen Dingen aber ſage, iſt Juliens Liebe für dich ſo groß, daß ſie dem Papa gegenüber feſt bleiben wird? 3

O mein Gott ja, ich glaube und hoffe es, antwortete Eugen, während die Baronin leicht mit dem Kopfe nickte.

Dann wird ſie mit ihm fertig, fuhr Julius mit unerſchütter⸗

licher Ruhe fort,und wenn du einen Brautführer brauchſt, ſo ſtehe ich zu Befehl.

Hat aber dieſer Graf Rieden mit ſein gluͤck! rief lachend der Vicomte.

nen Blumenſträußen Un⸗