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Gefährliche Blumenſträuße.
ebenfalls hören wollten, war klug genug, bedeutſam die Achſeln zu
zucken und ein ſehr bedenkliches Geſicht zu machen. Natürlicher Weiſe wäre es ihm viel lieber geweſen, wenn wir in ſeinem Gaſthof über⸗ nachtet hätten, weßhalb er uns auch die Nachtfahrt abrieth und meinte, 3 es ſei auf jeden Fall ſicherer, die vorhin genannten Räuberneſter Narni und Otricoli bei Tage zu paſſiren. Doch ließen wir uns nicht ſo leicht einſchüchtern und da wir den Damen für alle Fälle unſeren Schutz verſprachen, ſo entſchloſſen ſich dieſe ebenfalls, Terni noch heute zu verlaſſen. Graf Rieden entwarf einen Feldzugsplan, der nicht ohne Geſchick war.“.
„Namentlich für euch,“ ſagte Baron v. C. lachend.„Und du mußt mir geſtehen, Julius, daß ich mit Vergnügen die mir zuge⸗ dachte Rolle annahm?“
„Das iſt nicht zu läugnen, und du wirſt dich erinnern, wie warm wir Dir beim Abſchiede die Hand drückten.“
„Alſo Ihr trenntet euch?“ fragte die Baronin.
„Nur für wenige Stunden,“ antwortete der Erzähler;„George ging mit ſeinem Bedienten als Avantgarde voraus, und der Reiſe⸗ wagen der Damen, ſowie die Caleſche des Vicomte und des Grafen
bildeten das Haupteorps. Zum Schutze der Damen blieben wir drei bei ihnen, indem abwechſelud Einer im Wagen ſelbſt Platz nahm, während die beiden Andern hinten auf den Bedientenſitz kletterten.
In der Caleſche des Vicomte folgte ſämmtliche Dienerſchaft. So fuhren wir gegen zehn Uhr ab und—“
„Halt, halt!“ rief der Baron, nich kann die höchſt merkwürdige Fahrt, welche ich in jener Nacht machte, nicht ſo vorübergehen laſſen, ohne ihrer mit ein paar Worten zu gedenken. Um halb neun ſandte 3 2 ich eine Staffete voraus, welche aber, um kein Aufſehen zu erregen,
nur die drei Pferde für meinen Wagen beſtellen ſollte. Ich, der um
4 eine halbe Stunde ſpäter folgte, war dann wieder der Andern Couri⸗ und Reiſemarſchall. Mit vielem Halloh und Peitſchengeknall itt dann auch der Poſtillon, den ich vorausſchickte, durch die ſchon ſtillen*


