Teil eines Werkes 
25. Bd. (1860) Werke
Entstehung
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Ein Geheimniß. 39

„Ich muß die beiden Herren dringend erſuchen, einen Augenblick aufzuſtehen und mir aufs Verdeck zu folgen.“ Sie ſehen aber wohl, Herr Kapitän, daß dies unmöglich iſt, dergelegt, weil wir uns

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antwortete der Major; denn wir haben uns nie

unwohl fühlten.“ „Gerade deßhalb muß ich um ſo mehr darauf beſtehen, meine

Herren,“ verſetzte der Kapitän. Und der Doktor hob die Stirn empor und drückte ſeine Brille feſter an die Augen.

„Ah! mein Herr, fuhr der Major heftiger fort, ich habe noch nie gehört, daß man Kranke nöthigt, aus ihren Betten aufzuſtehen! Ge⸗ ſtattet Ihr Schiffs⸗Reglement, Paſſagiere ſo zu behandeln? gaſſagiere nicht, entgegnete ruhig der Seeoffizier. ‚Aber das und die Herren werden mir keine Karten

Schiff iſt noch im Hafen, vorzeigen können.“

„Weil wir dieſelben,“ miſchte ich mich mit ſehr ſchwacher Stimme in das Geſpräch, ‚wie es immer der Fall iſt, hier an Bord zu nehmen beabſichtigten.“

„ Ich muß bitten!“ ſagte dringender der Kapitän.

„Was ſoll das alles heißen? brauste der Major auf. „Ereifern Sie ſich nicht, meine Herren,“ verſetzte hierauf begüti⸗ gend der Doktor. ‚Der Herr Kapitän iſt in ſeinem vollen Rechte. Das Schiffs⸗Reglement verbietet uns, Kranke an Bord des Schiffes zu nehmen. Sie werden ſich freundlichſt erinnern, ſetzte er ſtockend hinzu, daß im gegenwärtigen Augenblicke die Peſt ſehr ſtark in Alexan⸗ dria graſſirt.⸗

„Das war allerdings wahr, und daran ſollten wir uns freund⸗ lichſt erinnern, verlangte das Ungethüm von einem Arzt.

He! rief der Major zu mir herab.

„Hoho!“ antwortete ich ihm auf Deutſch, das ſind verfluchte Ge⸗ ſchichten!” 3

„Dann wandte ich mich an den Kapitän und ſagte ihm: ‚Be⸗