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ſchauteſt den Mond an und triebſt allen möglichen poetiſchen Unſinn?“
Ein Geheimniß.
ſinen Alles ſein— kurz, er benahm ſich ſo förmlich und ſteif möglich. Miſter B., engliſcher Offizier, in Indien ſtationirt, hat einen Jahres⸗Urlaub, um ſeinen Oheim zu begleiten.
„Letzterer hatte bekanntlich in Indien ein Commando gehabt, ſi einen tüchtigen Namen gemacht, ungeheure Reichthümer erworben un kehrte nun für immer nach ſeiner Inſel zurück.
„Ich kann euch verſichern, wir Beiden, der Major und ich, waren bei Tiſche die perſonificirte Liebenswürdigkeit und ſtiegen gleich ſo be⸗ deutend in der Gunſt des alten Herrn, daß er uns für den Nachmit⸗ tag zu einer Spazierfahrt nach Schuwra einlud.“
„Hattet ihr Abſichten auf die jungen Damen?“ fragte der Di⸗ plomat.. „Das iſt eine Gewiſſensfrage und eigentlich unmöglich zu beant⸗ worten. Nur muß ich mit einiger Indiscretion geſtehen, daß der gute Major am Abend dieſes Tages ſchwor, ſein Herz ſei nie ſo erregt geweſen, und er wüßte nicht, was geſchehen könnte.“
„Der gute Major!“ antwortete dieſer lachend.„Sag doch lie⸗ ber: der gute Baron! Standeſt du nicht nächtlicher Weile am Fenſter,
„Wenn wir alſo vielleicht Abſichten hatten,“ fuhr der Baron in ſeiner Erzählung fort,„ſo könnt ihr euch denken, liebe Freunde, daß wir uns ſehr in Acht nahmen, etwas dergleichen merken zu laſſen. Der alte Herr war— ein ſonderbarer Kauz. Was ſeine eigene Hef⸗ tigkeit anbelangte, die er uns ſelbſt geſtanden, ſo überſchritt dieſelbe alles Maß des Erlaubten, ja, des Schicklichen. Ein Wort, eine Miene, die ihm mißfiel, konnte ihn plötzlich aus der heiterſten Laune zu einem wahren Ungeheuer machen. Dann färbte ſich ſein Teint dunkelroth, ſeine weißen Haare ſtarrten aus einander; der Neffe hu⸗ ſtete verlegen, und die beiden jungen Damen ſchauten zuſammen ſchre⸗ ckend und zitternd auf ihre Teller.*
„Der erſte Auftritt der Art ging ſchon bei Tiſche los, als ihm der Kellner— er hatte Hochheimer verlangt— eine Flaſche recht guten


