Teil eines Werkes 
25. Bd. (1860) Werke
Entstehung
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Ein Geheimniß.

wirklichen Beduinen hielt. Ihr ganzes Aeußeres war mehr als Ver⸗ kleidung es war die vollkommenſte Natur.

Da Sie mir das eingeſtehen, antwortete der Major, ‚ſo wer⸗ den Sie es ebenfalls verzeihlich finden, daß ich auch vollſtändig in der Rolle des Beduinen blieb und meine Leute in Schutz nahm.

Sprechen wir nicht mehr davon! verſetzte Sir Robert. Ich bin dem unangenehmen Vorfalle nur Dank ſchuldig, daß er mich ſo angenehme Bekanntſchaften machen ließ. Wie ich zufällig gehört, werden Sie noch etwa vierzehn Tage hier bleiben, um über Alexan⸗ dria und Malta nach dem Feſtlande zurückzukehren. Das trifft ſich wirklich charmant, und wollen wir, wenn es Ihnen genehm iſt, dieſe Tour recht angenehm und friedlich zuſammen machen.

In dieſem Augenblicke trat ſein Begleiter, der ſehr blonde ſeid länder, mit zwei jungen Damen in den Saal.

Ei, ei, Baron! bemerkte der Diplomat,ihr waret von den Engländern außerordentlich ſchnell eingenommen. Vorhin hatte der junge Gentleman rothes Haar, jetzt iſt er auf einmal hellblond ge⸗ worden.

Ich will euch nur geſtehen, daß ihr recht habt. Das Haar war eigentlich roth. Aber unter Bekannten nimmt man das nicht ſo ge⸗ nau. Er kam alſo in das Zimmer, und die beiden gen Damen wandten ſich augenblicklich an den alten Herrn und Was für ein Glück war es, daß wir uns mit ihm a Die beiden Mädchen waren nun, ich kann es heit ſagen bildſchön, gut erzogen, in jeder ſten Manieren. Auch kannten ſie eine ganze Me Franzöſiſch, Indiſch, von welch letzterem natürlicher Weiſe Begriff hatten. Wir wurden vorgeſtellt und zu Gnaden von den beiden Miſſes wenigſtens. Der röthliche den man als Neffen präſentirte, ſchien ſich dagegen über kanntſchaft nicht beſonders zu freuen. Hatte er uns den Vorfall von neulich noch nicht vergeſſen, oder wollte er ſeinen liebenswürdigen Cou⸗