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Ein Geheimniß. 8
nahmen wir denn die beiden Bekannten in die Mitte und zogen nach
unſerem Hotel.“— „Und ſo,“ ſagte der Baron,„traf ich mit dem Major in Kairo
zuſammen.“
Zweites Kapitel.
. urch einen zu kräftigen Händedruck die Bekanntſchaft eines Vaterset eer zwei Der Baron erzählt vom Bienentanze, von der Nilfahrt und vöm einem ſehr unangenehmen Paragraphen des Schiffs⸗Reglements. 3
Der Major macht du ſchöne Töchter hat.
In dieſem Angenblicke rollte ein Wagen durch die Straßen, bog in den Thorbogen ein und raſſelte dröhnend durch das Haus in den
Hof.
„Ah, meine Frau!“ ſagte der Hausherr. Und ein freudiger Zug flog über ſein Geſicht. Bald darauf hörte man Schritte im Vorzim⸗ mer, der Graf wandte ſich nach der Thüre, und als dieſe geöffnet wurde, trat ihm ſtatt der Erwarteten einer der Bedienten entgegen und meldete, daß die Gräfin bei ihrer Mutter geblieben ſei, ihren Wagen nach Hauſe geſchickt habe und erſt ſpäter heimkehren werde.
Ueberraſcht blieb der Graf ſtehen, preßte eine Sekunde lang die Lippen heftig auf einander, und wie ein leichter Blitz flammte es in ſeinen Augen auf. Doch nur eine Sekunde lang. Dann glätteten ſich ſeine Züge wieder, er ſagte dem Bedienten:„Es iſt gut,“ und wandte ſich mit vollkommen ruhigem Geſichte ſeinen Freunden wieder zu. Niemand ſah, daß er die Hand des verwundeten Armes mehrmals feſt zuſammen ballte, und daß es ihm Mühe machte, den hiedurch ver⸗ urſachten Schmerz nicht laut werden zu laſſen. Er ſtützte ſich aber⸗ mals auf den Kamin und ſprach:„Es thut mir unendlich leid, daß wir unſeren Thee gllein nehmen müſſen. Meine Frau iſt bei ihrer
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