Ein Geheimniß.
den Wände des Hauſes in ein elegantes, behagliches Zimmer, in ein Gemach, in dem ſchon die Winterteppiche liegen, wo in einem kleinen, zierlichen Kamine leicht aufgeſchichtetes Holz luſtig flackert und kniſtert, und wo die Flamme deſſelben mehr eine moraliſche Sicherheit gegen die Kälte draußen iſt, als daß ſie das Zimmer, wie auch unnöthig wäre, übermäßig erwärmte.
Es iſt ein kleiner, ſechseckiger Salon, in dem wir uns befinden; er hat zwei Fenſter und zwei Thüren, die erſteren mit ſchweren Vor⸗ hängen verhängt; von den letzteren iſt eine geſchloſſen, und die andere ſoll es in dieſem Augenblicke werden; denn ein Bedienter in einfacher Livree hat beide Flügel derſelben erfaßt und ſcheint nur auf einen Befehl zu warten, den ihm ein junger Mann im nächſten Augenblicke geben wird.
Dieſer junge Mann, der Herr des Hauſes, hat ſich mit dem linken Arme auf den Kamin gelegt, und trägt den rechten in einer Binde. Vor dem flackernden Feuer ſtehen drei niedere Sammtfau⸗ teuils; zwei ſind mit anderen Herren beſetzt, und ein vierter Herr ſtützt ſich auf die Lehne des noch leeren Fauteuils, indem er den jungen Mann, der den Arm in der Binde trägt, forſchend anſieht.
„Sobald meine Frau nach Hauſe zurückgekehrt iſt, ſoll man es mir ſagen.“
Der Bediente machte eine Verbeugung und ſchloß die Flügelthüren.
„Ich werde ſie alsdann bitten, daß wir den Thee bei ihr neh⸗ men dürfen.“
„Wofür wir dir und der Gräfin ſehr dankbar ſein werden,“ ent⸗ gegnete der Herr, der am Fauteuil ſtand.
„Dein Diner war vortrefflich,“ ſagte der augenſcheinlich jüngſte der Herren.„Und es iſt auch zur Aühwahalung ngenehm⸗ wieder einmal en garçon zu ſpeiſen.“
„Auch bringt es dich nicht aus deiner Gewohnheit, 4 Baſebie lachend ſein Nachbar. „Ach, das kann ich gerade nicht ſagen„ meinte der undere, in⸗


