Teil eines Werkes 
17. Bd. (1856) Werke
Entstehung
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Heh lerei. 241

Im Uebrigen koſtet das Tuch zwei Gulden, nicht einen Kreuziger weniger.

Zwei Gulden! lachte die Frau mit geringſchätzender Miene, erfaßte aber eifrig einen Zipfel des fraglichen Gegenſtandes, um ihn näher zu betrachten.

Halt da! ſprach Herr Sträuber mit großer Gelaſſenheit, zwei Gulden und dann das Tuch.

Aber ich darf es doch vorher anſehen?

Nicht die Idee einer Tertie vorher; das Tuch hat zehnmal ſo viel wirklichen Werth. Dann kommt es auch, ſetzte er ſeuf⸗ zend hinzu,von einer ſchönen Herzogin, die

Der Mann am Ofen wollte laut hinaus lachen, brachte es aber nur zu einem gräßlichen Huſtenanfall.

Worauf ſich der Andere geringſchätzend nach ihm umwandte und verächtlich die Achſeln zuckte.

Nun, ich will Euch was ſagen, meinte Frau Bilz,für das Tuch gebe ich Euch einen Gulden, und lege noch dreißig Kreuzer darauf für das Andenken an die ſchöne Herzogin. Hier iſt klin⸗ gendes Geld, nehmt es, denn ich weiß, daß Ihr ſehr auf dem Trockenen ſeid..

Da irrt Ihr Euch, entgegnete gelaſſen Herr Sträuber, und zog das gefundene Portemonnai heraus.Seht her, wie ich bei Kaſſe bin, das Honorar eines Clienten, für den ich einen ſchwierigen Prozeß gewonnen; es handelte ſich dabei um nichts Geringeres, als die erſten Advokaten des Gerichtshofs total hinter das Licht zu führen. Ich that es.

O weh! er hat Geld, rief die Frau;da koſtet mich das lumpige Tuch zwei Gulden.

Und vierundzwanzig Kreuzer, ſagte gravitätiſch Herr Sträu⸗ ber;ſein Werth ſteigt mit jedem Zaudern.

Nun denn, ins Teufels Namen, gebt her! verſetzte ärgerlich Hackländers Werke. XVII. 16