Teil eines Werkes 
17. Bd. (1856) Werke
Entstehung
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Hehlerei. 239

öden Gang und zu einer hinteren Thüre wieder hinaus auf einen kleinen Hof, an deſſen Ende ſich ein anderes und beſſer erhaltenes Gebäude befand.

Augenſcheinlich bildete das verlaſſene Haus vorn eine Art von Schutz und Schirm für das hintere, denn dieſes, in einem Winkel der Stadtmauer gelegen, und vorne gedeckt, verbarg ſich ſo voll⸗ kommen vor den Blicken aller Unberufenen.

Dreiundvierzigſtes Kapitel. Hehlexrei.

Nachdem Herr Sträuber durch den Hof geſchritten war, klopfte er leiſe an die Thüre des anderen Hauſes; dieſe wurde augenblick⸗ lich geöffnet und er trat in einen Gang und von da in ein Zim⸗ mer, in welchem eine ſehr unangenehme warme Atmoſphäre herrſchte. Der Ofen ſchien übermäßig geheizt zu ſein, und es roch hier nach kleinen Kindern, mit deren Reinlichkeit man es nicht gerade ſehr genau zu nehmen pflegt.

Frau Bilz ſaß am Fenſter, ſie hatte ihren Kopf in die Hand geſtützt und ſprach mit einem Manne, der neben dem Ofen in einem alten ledernen ſchmutzigen Lehnſeſſel ruhte. Dieſer Mann war nicht über vierzig Jahre, ſah aber aus wie ein kranker Sech⸗ ziger; er war angethan mit einem dunkeln Schlafrock von nicht mehr zu erkennender Farbe, und ſeine Füße, die in dicken Filz⸗ ſchuhen ſtaken, lagen über einander auf einem kleinen Fußſchemel;