Teil eines Werkes 
17. Bd. (1856) Werke
Entstehung
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Am Kanal. 227

einem Schimmer von Hoffnung, iſt nicht für euch: ihr habt das Anrecht daran freiwillig weggeworfen.

Ah! machte der Andere,das iſt eine ſeltſame Anſicht. Ich hoffe ſehr auf eine beſſere Zukunft.

Aber vergeblich; was du dieſſeits verachtungsvoll wegwirfſt, wird man dir nicht jenſeits entgegen bringen. Aber nun laß' uns den unnützen Wortſtreit enden. Mache dein Geſchäft ab; ich möchte gern nach Hauſe.

So geh' deiner Wege! rief Herr Beil mit ſchmerzlichem Tone. O, wärſt du nie gekommen, um mich zu belauſchen, Alles wäre nun vorüber, während ſo

Dein Entſchluß wankend geworden iſt? fragte die Geſtalt.

Deine Augen, die ſo ſtarr auf mich geheftet ſind, beunruhigen mich. Ich glaube, während ich in's Waſſer ſpränge, würden ſie ſchrecklich, entſetzlich immer näher auf mich eindringen.

Da haſt du Recht; das wird auch der Fall ſein, denn ich habe mir einmal feſt vorgenommen, deinem Ende beizuwohnen, ich intereſſire mich dafür und werde nicht von der Stelle weichen.

Das will ich erwarten, ſprach Herr Beil zähneklappernd, indem er ſich an das Geländer lehnte, und, wie es vorhin die Ge⸗ ſtalt gemacht, ebenfalls ſeine Arme, die aber heftig zitterten, über einander ſchlug.

Es entſtand eine längere Pauſe; endlich ſagte der im Mantel mit einem Anflug von Heiterkeit in ſeiner Stimme:mir ſcheint, wir haben hier Beide vor, eine ſeltſame Soirée zu begehen. Du biſt der Wirth, ich bin zur Komödie eingeladen oder meinetwegen auch unberufen erſchienen. Nehmen wir alſo an, ich ſei der Gaſt, ſo finde ich es doch nicht mehr als billig, daß du für meine Unter⸗ haltung Sorge trägſt. Und dazu will ich dir ein gutes Mittel vorſchlagen: erzähle mir deine Geſchichte ſo kurz oder ſo lang du magſt, erzähle mir vor allen Dingen, was dich hieher getrieben,