Teil eines Werkes 
17. Bd. (1856) Werke
Entstehung
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Ein Abſchied. 217

fort, verlaſſen Sie nicht dieſes Haus, Ihr Blick iſt ſchrecklich, Sie haben Entſetzliches vor!“

„Ganz und gar nicht,“ entgegnete er, nachdem er ſanft ihre Hände los gemacht, ſie aber feſt in den ſeinigen hielt,„ich habe nichts Schlimmes vor.— Aber Sie ſehen ja wohl,“ ſetzte er hinzu, indem er die Zähne zuſammen biß,„daß hier meines Blei⸗ bens nicht iſt, jetzt nicht mehr, und könnte ich damit Millionen verdienen. Sie waren mir eine heilige und reine Blume, deren Anblick, deren ſüßer Duft mich glücklich machte, Sie waren das Ideal, zu dem ich empor blickte; und nun— iſt ja Alles dahin, mein Tempel iſt zertrümmert, meine Altäre ſind umgeſtürzt, ich habe nichts mehr, an das ich glauben kann auf der ganzen weiten Welt.— Darum will ich mir Beſſeres ſuchen und gewiß, ich werde es finden.“——

Er ließ ihre Hände los, ſie ſauk laut weinend auf das Bett zurück; nachdem er ſie noch mit einem ſchmerzlichen Blick betrachtet hatte, eilte er geräuſchlos durch das Vorzimmer auf den Gang hinaus und die Treppen hinab.

Vielleicht wäre ſie ihm gefolgt, um noch einen Verſuch zu machen, ihn feſtzuhalten, aber ſie fürchtete, es möchte Jemand im Hauſe erwachen, und weil ſie das fürchtete, ließ ſie ihn ziehen, obgleich ihr wohl ahnete, wohin ihn ſeine Schritte führen würden.