Teil eines Werkes 
17. Bd. (1856) Werke
Entstehung
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208 Vierzigſtes Kapitel.

ben, die ſchwarze Stunde iſt vorüber; was jetzt noch hinten drein folgt, iſt Alles Kinderſpiel.“

„Und iſt es Ihr feſter Entſchluß, heute Abend noch dies Haus zu verlaſſen?“

„Dazu bin ich entſchloſſen ohne Widerrede; und da ich ziem⸗ lich leicht reiſen möchte, ſo will ich mich auch nicht mit viel Gepäck behängen. Sie ſollen mein Haupterbe ſein, und wenn Sie etwas von meinen Habſeligkeiten benutzen können, ſo thun Sie es ja. Daß mein Inventarium leider nicht groß iſt, dafür hat ſchon der „Herr Blaffer ſeiner Zeit geſorgt; wahrhaftig, das allein könnte mich traurig machen, wenn ich nämlich bedenke, daß die Früchte meiner langjährigen Arbeit in ein paar alten Anzügen und etwas defekter Leibwäſche beſtehen. Nun, es iſt einmal meine Beſtimmung geweſen und ich will mich nicht dagegen auflehnen.— Kürzlich hatte ich auch noch eine Uhr, aber ich verſetzte ſie vor einiger Zeit bei einer gewiſſen Gelegenheit, die ich Ihnen nicht nennen kann, will Ihnen aber den Schein des Leihhauſes da laſſen, und wenn Sie ſie je einlöſen ſollten, ſo zeigen Sie ſolche Ihrer Schweſter Marie,— die Uhr iſt damals ſtehen geblieben,— und ſagen ihr dazu, das ſei die gewiſſe Stunde.— Hier iſt ferner noch ein klei⸗ ner Ring, den bitte ich Marien ſobald als möglich einzuhändigen; bemerken Sie ihr hiebei, es habe unſer Leben viel Unglück betroffen, aber es werde wahrſcheinlich eine Zeit kommen, wo wir Beide in eine gewiſſe Klarheit kämen, und in einen Zuſtand, den man ein ſchöneres Wiederſehen nennt. Wenn das, wie ich nicht anders glaube, körperlich vor ſich geht, ſo werde ich ſogleich nach ihrer Hand ſchielen und nach jenem Ringe, und es ſollte mich innig, innig freuen, wenn ich ihn an einem ihrer Finger bemerken, das

heißt, wenn ich ahnen würde, daß ſie ihn mir zum Andenken ſo

lange getragen.“ Auguſt ſchüttelte den Kopf und ſah ſeinen Freund verwundert an.—„Sie ſprechen da Worte,“ ſagte er,„die ich nicht völlig

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