Teil eines Werkes 
17. Bd. (1856) Werke
Entstehung
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32 Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

rollen, bald ſuchte er während des Sprechens ein Gemälde an der Wand aufmerkſam zu betrachten, und um das thun zu können, brauchte er nur eine für ſeine Zwecke entſchieden günſtige Bewegung zu machen.

Es ſcheint wohl heute einmal der Tag der Geſchichten zu ſein, ſagte neugierig die Präſidentin zu ihrem Gemahl.Was iſt denn das, worauf du anſpielſt?

Daſſelbe, was der Baron ſo eben erzählte, erwiderte der Beamte, indem er das Papier, welches er vorhin aus der Rock⸗ taſche genommen, langſam entfaltete.Wie ſchon geſagt, da kommt heute Morgen ein Bedienter zu meinem Secretär auf die Kanzlei

Ah! der in der Livree: dunkelgrün, amarant ausgeputzt mit gelben Knöpfen! Ich vergeſſe ſo was nicht: aber Sie müſſen mir zu meiner Entſchuldigung eingeſtehen, daß ſie der des Grafen Fohrbach auffallend ähnlich ſieht. Doch verzeihen Sie, Herr Präſident, unterbrach der Baron ſich ſelbſt,tauſendmal bitte ich um Entſchuldigung; Sie wollten eine Mittheilung machen?

Allerdings; dieſer Bediente alſo läßt ſich bei meinem Seere⸗ tär melden, thut anfänglich ſehr verlegen und ſpricht endlich von einer weitverzweigten Räuberbande in hieſiger Stadt.

Der Bediente des Herrn A.? rief lachend der Baron. Sehen Sie, meine Damen, das iſt alſo in dem Hauſe noch immer dieſelbe Wirthſchaft, eine wahre Manie.

Ich muß geſtehen, fuhr der Präſident fort,daß ſowohl mir wie meinem Secretär dieſe Aufgabe eigentlich komiſch erſchien. In hieſiger Reſidenz, wo wir die Zügel des Geſetzes mit Kraft und Umſicht führen, ſollte ſich eine Bande wohl organiſirt und faſt unſichtbar aufhalten können! Lächerlich! Aber dieſer Menſch beharrte ſo feſt und entſchieden auf ſeiner Angabe, wollte uns ſo genaue Beweiſe vorlegen, ja machte ſich anheiſchig, uns das Haupt