Teil eines Werkes 
17. Bd. (1856) Werke
Entstehung
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26 Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

halben Stunde ſah ich die Livree des Grafen in dieſes Haus treten.

Ahl mein Beſter, da haben Sie ſich gewaltig geirrt, ſagte der Präſident;es kam in der That ein Bedienter in Livree in dieſes Haus, aber er trug einen dunkelgrünen Rock, während die Leute des Grafen Fohrbach dunkelbraun, faſt ſchwarz tragen.

Ah! Ah! machte der Baron mit verblüfftem Tone, dann habe ich mich gewaltig geirrt und ich bitte die Damen tau⸗ ſendmal um Verzeihung; dem Grafen Fohrbach habe ich in der That Unrecht gethan. Sprechen wir von was Anderem; wie geſagt, ich bitte inſtändigſt um Verzeihung.

und wer war denn eigentlich bei dir? fragte die Präſiden⸗ tin, deren Neugierde erregt war, ihren Mann, der in Nachdenken verſunken ſchien und ſeine Naſe auf der linken Seite kratzte.

Das iſt eine ganz eigenthümliche Geſchichte, antwortete er nach einer Pauſe,eine ganz ſonderbare Geſchichte. Läßt ſich ein Bedienter bei meinem Sekretär melden und dieſer bringt ihn zu mir. Wie geſagt, dunkelgrüne Livree amarant aufgeputzt und gelbe Knöpfe.

Der Baron ſchüttelte nachdenkend und nachſinnend den Kopf.

Dunkelgrüne Livree, ſagte er,amarant und goldene Knöpfe.

Wiſſen Sie auch beſtimmt, Herr Präſident, daß es dunkelgrün und nicht dunkelbraun war, wie die Leute des Grafen Fohrbach? O pfui, Baron! ſchämen Sie ſich, verſetzte lachend die Prä⸗ ſidentin.Sind Sie immer noch nicht überzeugt? Bolltommen, meine Gnädigſte; aber ich dachte eben darüber nach, welches Haus dunkelgrün mit Amarant und Gold hat, und ich kann nicht darüber in's Klare kommen. Der Oberſthofmeiſter hat dunkelgrün mit Gelb; der Herzog Alfred dunkelgrün mit Blau; die Herzogin Schweſter die gleiche Farbe mit Violett, und das iſt Alles. Es muß das ein ganz obſcures Haus ſein. 3