Teil eines Werkes 
16. Bd. (1855) Werke
Entstehung
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246 Zwanzigſtes Kapitel.

Art, wie er ſich gehen läßt und wie man ihn ebenfalls gehen laſſen kann. Jetzt ſitzt er zum Beiſpiel draußen; wenn ich ihn ruhig da laſſe und mich durch die Hinterthüre entferne, um meinen Geſchäften nachzugehen, ſo findet er das ganz natürlich und kommt Abends zum Thee mit demſelben freundlichen und unbefangenen Geſicht.

Ich brachte das Geſpräch nicht ohne Abſicht auf den Baron, ſagte Arthur.

Wie ſo?

Ich will Ihnen das gelegentlich einmal erzählen, es iſt ein höchſt eigenthümlicher Vorfall und doch vielleicht wieder ganz unbe⸗ deutend; ich weiß ſelbſt nicht, was ich davon denken ſoll. Aber Sie ſind eilig, und ich will Sie heute Morgen nicht aufhalten.

Aufrichtig geſagt, ja, lieber Arthur, erwiderte Graf Fohrbach. Aber vergeſſen Sie Ihre Geſchichte nicht, ich geſtehe wohl, daß ich mich für den Baron intereſſire.

Hat er Vermögen?

Für das was er ausgibt, muß er reich ſein. Ich traf ihn neulich bei Ihrem liebenswürdigen Papa meinem Banquier, der ihm auf die freundlichſte Art von der Welt ein Paket Banknoten einhändigte. Der Kaſſier verbeugte ſich tief vor ihm, und das iſt ein guter Barometer wie Sie wohl am beſten wiſſen

Wie Sie im Vorzimmer Seiner Majeſtät!

Allerdings, junger Spötter! Doch Teufel! wie ver⸗ geßlich ich bin! Da habe ich Sie um etwas bitten wollen was war es doch? Richtig, jetzt fällt mirs ein. Wie viel Uhr iſt es wohl? unterbrach er ſich.Laſſen Sie nur ſtecken, ich will im Salon nachſehen, da iſt eine Standuhr, die täglich nach der im Schloß gerichtet wird.

Damit hob er den Thürvorhang auf und ging ins Rebenzimer Der Baron ſaß noch ruhig bei ſeiner Chocolade und las auf⸗